Grundstückskauf unter Ehegatten
Rechtslupe | 10. Dezember 2010 — Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ist bei Aufwendungen aufgrund eines Vertrages zwischen nahen Angehörigen…
Ob bei Verträgen zwischen nahen Angehörigen der Mangel der zivilrechtlichen Form als Beweisanzeichen mit verstärkter Wirkung den Vertragsparteien anzulasten ist, beurteilt sich nach der Eigenqualifikation des Rechtsverhältnisses durch die Parteien.
Vereinbaren Ehegatten die Unterbeteiligung an einem von einem Dritten treuhänderisch für einen der Ehegatten als Treugeber gehaltenen Kapitalgesellschaftsanteil in einer zivilrechtlich nicht hinreichenden Form und behaupten sie, den Vertrag entsprechend dem Vereinbarten auch tatsächlich vollzogen zu haben, so können sie zum Beweis nicht lediglich ihre eigene Schilderung des Verfahrensablaufs mit Blick auf die zwischen Ehegatten intern üblichen Gepflogenheiten (keine schriftliche Kommunikation) anbieten.
Bundesfinanzhof, Urteil vom 11. Mai 2010 – IX R 19/09
Diese Beiträge dürften Sie ebenfalls interessieren: Formunwirksame Angehörigenverträge Festsetzungsverjährung bei zusammenveranlagten Ehegatten Zuwendung einer nicht atypischen Unterb… » Vollständiger ArtikelErschienen 28. Juli 2010 auf http://www.rechtslupe.de.
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