Die deutsche Botschaft, dein Freund und Helfer

Einer Mandantin wurde von einem ausländischen Verwandten unter Inaussichtstellung einer finanziellen Zuwendung ein Heiratsantrag gemacht. Sie lehnte spontan ab. Etwas später durfte meine Mandantin sich wundern, dass sie von der deutschen Botschaft um Stellungnahme zum Visumsantrag ihres Zukünftigen gebeten wurde. Wieder etwas später musste meine Mandantin erfahren, dass ein Teil ihrer im Ausland lebenden Verwandschaft extrem schlecht auf sie zu sprechen ist, und man ihr nahelegt, sich in dem gewissen Land nicht mehr blicken zu lassen. Ihre körperliche Unversehrtheit wäre da nicht mehr gewährleistet, sinngemäß umschrieben. Was war passiert? Der Verschmähte hatte eine andere Ehefrau gefunden und wieder ein Visum beantragt. Das hat die deutsche Botschaft aber abgelehnt, mit der Begründung, seine Verwandte, Frau XY, habe ihn bei der Botschaft angezeigt, weil er ihr eine Scheinehe angetragen hätte. Toller Service, dem Betroffenen auch noch explizit mitzuteilen, dass die Information von meiner Mandantin gekommen sein soll. Vor allem, wo Visa-Ablehnungen überhaupt nicht begründet werden müssen.

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Erschienen 8. Januar 2008 auf http://www.ra-blog.de.

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