Die Bußgeld-Abzocke geht wieder los:
am 05.05.2008 von RA J. Melchior, Wismar
Wie u.a. Reuters berichtet, versuchen Tiefensee & Konsorten mal wieder an der Bußgeldschraube zu drehen, streng im Interesse der Verkehrssicherheit, versteht sich:
Gefährliches Überholen zum Beispiel würde dann 100 Euro statt bislang 50 Euro kosten. Dieselben Sätze gelten dem Papier zufolge dann für zu hohe Geschwindigkeit etwa bei Regen und Glätte. Ferner würden Fahrer mit 80 statt bislang 50 Euro zur Kasse gebeten, wenn sie in Ortschaften zwischen 21 und 25 km/h zu schnell fahren. Das Bundeskabinett will einen solchen Gesetzentwurf am 21. Mai beschließen. Wer sich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ans Steuer setzt, muss nach der Vorlage beim ersten Verstoß 500 statt bislang 250 Euro zahlen. Beim zweiten Verstoß werden schon 1000 Euro fällig, beim dritten 1500. Bei Rot über eine Ampel zu fahren soll 90 statt bislang 50 Euro teuer werden, wenn die Ampel schon länger als eine Sekunde rot zeigte 320 Euro.
Wer ernsthaft glaubt, durch härtere Strafen für Einzeltäter die allgemeinen Verkehrssicherheit zu erhöhen, sollte sich vielleicht einmal mit einem Verkehrspsychologen unterhalten (oder mit anderen Leuten, die sich mit sowas auskennen).
Des weiteren verbreitet Reuters allerdings auch schlichten Unsinn:
In den Bußgeldkatalog soll eine Erhöhungsklausel für nachweislich vorsätzlich oder fahrlässige Verstöße aufgenommen werden. Bei Fahrlässigkeit müssten Verkehrssünder demnach einen Aufschlag von 50 Prozent des Regelsatzes zahlen.
Absoluter Unfug: Das …
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» Bußgelderhöhung: Schlechte Zeiten für Raser und Drängler im kommenden Jahr - Diverses - FOCUS Online
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