Die 30-jährige Regelverjährung gilt für alle erbrechtlichen Ansprüche
am 19.09.2007 von Rechtblog
Die 30-jährige Verjährungsfrist des § 197 Abs.1 Nr.2 BGB gilt für alle Ansprüche aus dem Buch fünf “Erbrecht” des BGB, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Bei Ansprüchen unter Verwandten oder mit Auswirkung auf Verwandte benötigen die Beteiligten in der Regel mehr als drei Jahre, um über die gerichtliche Klärung etwaiger Ansprüche zu entscheiden.
Quelle: BGH 18.4.2007, IV ZR 279/05
Aktuelle Entwicklung:
Das BMJ hat sich in seinem Referentenentwurf zur Reform des Erbrechts vom März 2007 für eine dreijährige Verjährungsfrist auch für erbrechtliche Ansprüche ausgesprochen. Der Entwurf ist jedoch vor dem Urteil des BGH ausgearbeitet worden. Es ist zu erwarten, dass die Entscheidung in die weitere Reformdiskussion einfließen wird.
Berichtet im Erbrecht durch Rechtsanwalt Holger Kiefer, Kiefer Wörner und Kollegen, Kanzlei für Neue Medien und Steuern, Weinstr. Nord 40, 67487 Maikammer
bleibt die Frage wie erbrechtliche Ansprüche definiert werden. Im Palandt steht hierzu nur "Foorderungen mit erbrechtlichem Bezug"
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