Dickes Fell für Anwälte gefragt

Die Kündigung eines Mandats durch den Anwalt während eines laufenden Prozesses kann diesem teuer zu stehen kommen. Denn nach § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB steht dem Anwalt ein Anspruch auf die Vergütung dann insoweit nicht zu, als seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse haben, wenn er ohne vertragswidriges Verhalten des Mandanten zur Kündigung veranlasst worden ist. Entscheidend ist somit, ob ein vertragswidriges Verhalten des Mandanten vorliegt. Das OLG Karlsruhe hat im Urteil vom 15.09.2009 - 4 U 192/07 - einen sehr großzügigen Maßstab insoweit angelegt und sich auf den Standpunkt gestellt, dass ein vertragswidriges Verhalten des Mandanten nicht einmal dann ohne weiteres vorliegt, wenn der Mandant dem Anwalt Pflichtverletzungen vorwirft, er sich Schadensersatzansprüche vorbehält oder wenn er sich über den Anwalt bei dessen Seniorpartner „beschwert“. Sachgerechte anwaltliche Vertretung setzt jedoch ein intaktes Vertrauensverhältn…

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Themen: Kündigung , Vergütungs- Und Kostenrecht

Erschienen 26. Februar 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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