Das Schwätzchen zum Jahrestag :-), oder: Man lernt nie aus
Heymanns Strafrecht Online Blog | 18. Mai 2010 — Ich hatte ja gerade schon gepostet, dass ich mir zur Feier des Tages heute auch mal ein Schwätzchen erlaube. Eingehen will ic…
Diamantenes Jubiläum. Erwähnte ich ja schon. Wie es aussieht, würde es mich nicht überraschen, wenn sie daraus auch noch das Eiserne (65.), das Gnadenkronjubiläum (70.), das Kronjuwelen-Kronjubiläum (das 75. – Stolpern Sie nicht, bei diesem ) , das Eichen- (80.), Engels- (85.)und Himmelskronjubiläum (100.) machen würde. Bei den letzten beiden oder dreien könnte es rein nach Lebensalter schwierig werden. Und ich frage mich, ob es schon mal Ehen, bei denen diese Begriffe ja ebenso üblich sind, es zum Himmelshochzeitstag schafften. Also – bei allem schwarzen Humor, an den Sie jetzt bei mir denken mögen – ich meine: einen, bei dem nicht auf einer Seite dann ein Strafverteidiger den Paten,…öh…den Job des mutmasslich längst vorher schon verstorbenen ursprünglichen Trauzeugen ersetzen und seine eher professionellen Hilfen anbieten müsste. In meiner Familie haben es immerhin schon Ehen bis zur Gnadenhochzeit geschafft. Nach einem mit manchen gemeinsam überstandenen Schicksalsschlägen und einem nicht mit Reichtümern flankiertem Weg, nicht solchen der in Diamanten und Gold zu bemessenden Maßstäbe für Reichtum. Und das Grundeigentum rund um ihr kleines Häuschen, das einmal von Feldern mit Mais, Weizen und Gerste und Wald umsäumt war, wich nach und nach einem Stück Strassenbau und einem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet , bis es sich ohnehin nur einstöckig mitten in der Wiese mit den Obstbäumen, den Beeten mit Bauernblumen aus Astern, Dahlien, Gladiolen und den Salat- , Gemüse- und Kräuterbeeten und der Vogelvoliere neben dem Schuppen, fast zu übersehen klein zu ducken schien, hinter dem hölzernen Jägerzaun. Und grade noch so lange bis kurz nach dem 99. Geburtstag meines Grossonkels und zwischenzeitlichen Witwers Wind, Wetter und den sich ändernden Zeiten und der Umgebung standgehalten hat, bis einer der Stürme einen Baum umlegte und auf das Dach einbrechen liess. Da fuhr er allerdings dann inzwischen doch schon nicht mehr bis weit über seine 90 mit seinem alten VW-Käfer zum Einkaufen ein paar Strassen weiter von der kleinen Hütte aus. Sondern war kurz zuvor – im Hinblick auf den Baum und das Haus zum Glück – bereits in ein Heim umgesiedelt, in dem er den Rest der Lebensstrecke verbrachte und von seinem Enkel noch versorgt wurde, den er und seine Frau nach dem frühen Unfalltod des Sohnes im Babyalter des Enkels grossgezogen hatten. Während die Schwiegertochter versuchen musste, sich und den Sohn finanziell über Wasser zu bringen und zu halten. Der Enkel, der dann in der Zeit der Hippies mit langen Haaren und ausgefransten Jeans in einem kleinen Anbau an der Hütte sein Reich bekam. Und zum Vergnügen seiner Grosseltern Tiere ebenso wie sie liebte, die Hunde, die Hasen, die Vögel, Fische im Aquarium und die Enten im Garten. Und den sie eben … grossgezogen hatten, in ihrem kleinen Häusl. Bis er was Ordentliches gelernt und geheiratet und selbst Kinder bekommen hatte. Und sie dann zu zweit …
» Vollständiger ArtikelErschienen 7. Februar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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