EU-Kommission zufrieden mit deutschem Krisen-Management
Reuters | 2. Dezember 2008 — Brüssel (Reuters) - Der EU-Währungskommissar Joaquin Almunia hat das deutsche Krisenmanagement im Kampf gegen die Wirtschaftsfl…
Brüssel (Reuters) - Deutschland lehnte eine von der EU-Kommission geforderte Mehrwertsteuersenkung zum Ankurbeln der Konjunktur weiterhin ab.
Eine zeitlich befristete Steuersenkung wäre mit zu hohem Aufwand verbunden, sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück am Montag vor dem Treffen der Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel. Es sei fragwürdig, ob die Entlastung bei den Verbrauchern überhaupt ankomme und diese zu mehr Ausgaben bewegen würden.
Die Eurogruppe diskutiert am Montagabend über das Konjunkturprogramm, das die EU-Kommission vergangene Woche vorschlug, um eine schwere Rezession zu verhindern. Die Kommission fordert ein Volumen von 200 Milliarden Euro, wozu die EU-Länder 170 Milliarden Euro oder 1,2 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung mit nationalen Konjunkturspritzen beitragen sollen. Deutschland habe bereits Maßnahmen über 31 Milliarden Euro beschlossen und die geforderte Quote damit erfüllt, bekräftigte Steinbrück. "Das wird offenbar nicht richtig registrriert von vielen, die uns beobachten." Auch der niederländische Finanzminister Wouter Bos wandte sich dagegen, dass Länder, die ihre Haushalte in den vergangenen Jahren konsolidiert hätten, nun zu höheren Ausgaben gedrängt würden.
Die EU-Kommission hatte erklärt, die Länder mit geringerer Staatsverschuldung hätten Spielraum mehr zu tun als andere. Gleichzeitig kündigte die Kommission an, der Stabilitätspakt zur Kontrolle der Staatsschulden werde wegen der Ausnahmesituation der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise so flexibel wie möglich angewandt. Die Neuverschuldung darf demnach bis zu einem Jahr einige Zehntel über der Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Steinbrück warnte davor, dass die Verschuldung aus dem Ruder laufen könnte und der Pakt ausgehöhlt würde. "Ob plötzlich Defizite von sechs oder sieben oder acht Prozent noch zur Glaubwürdigkeit des Stabilitätspakts beitragen, da mache ich Fragezeichen."
Reuters | 2. Dezember 2008 — Brüssel (Reuters) - Der EU-Währungskommissar Joaquin Almunia hat das deutsche Krisenmanagement im Kampf gegen die Wirtschaftsfl…
Reuters | 4. Mai 2009 — Brüssel (Reuters) - Auf Deutschland kommt angesichts des starken Anstiegs der Neuverschuldung im nächsten Jahr nach Einschätzun…
Reuters | 2. Dezember 2008 — Brüssel (Reuters) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die Regierungen in Europa vor Panikmache über die wirtschaftliche …
Reuters | 2. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - Bund, Länder und Gemeinden rechnen einem Zeitungsbericht zufolge damit, bis 2013 zusammen rund 507 Milliarde…
Reuters | 10. November 2009 — Brüssel (Reuters) - Die Bundesregierung will Finanzminister Wolfgang Schäuble zufolge die gestiegenen Staatsschulden entspreche…
Reuters | 8. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - Der deutsche Staat wird sich wegen der Finanz- und Konjunkturkrise 2010 voraussichtlich doppelt so stark ver…
Reuters | 7. Oktober 2009 — Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission hat gegen Deutschland und acht weitere EU-Staaten ein Defizitverfahren eingeleitet. Die…
Reuters | 14. März 2011 — Berlin (Reuters) - Deutschland wird nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums in diesem und im kommenden Jahr die Drei-P…
Reuters | 12. Dezember 2008 — Brüssel (Reuters) - Die EU-Länder wollen im Kampf gegen eine schwere Rezession ein Konjunkturprogramm über 200 Milliarden Euro …
Reuters | 16. Dezember 2009 — Berlin (Reuters) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Erhöhung der Neuverschuldung des Bundes im kommenden Jahr auf…