Deutschland fordert von Iran Freilassung von Demonstranten

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat ihre Kritik am gewaltsamen Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten untermauert.

Die Regierung fordere den Iran auf, das Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie eine freie Medienberichterstattung zu gewährleisten, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Mittwoch in Berlin. Die verhafteten Demonstranten müssten unverzüglich freigelassen werden. "Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Wir sind sehr besorgt über das Ausmaß der gewalttägigen Zusammenstöße", sagte Wilhelm.

Die iranische Regierung müsse zudem unverzüglich die Medienfreiheit gewährleisten. Es sei zu hoffen, dass die Überprüfung der Wahlergebnisse durch den Wächterrat zu einem nachvollziehbaren Ergebnis komme. Wegen der Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen sei diese Überprüfung notwendig. Die Entwicklungen im Iran seien auch Thema der EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel.

Seit Tagen demonstrieren Zehntausende Menschen gegen den Ausgang der Wahl vom vergangenen Freitag. Dabei sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens sieben Menschen getötet worden. Offiziellen Angaben zufolge gewann Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad die Wahl mit deutlichem Vorsprung. Dessen Gegner vermuten allerdings Wahlmanipulationen.



Quelle: Reuters (17. Juni 2009)

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Themen: Deutschland , Berlin , Diplomacy; International Relations , German General News , Domestic Politics , Iran , Asia , Wilhelm , Elections , Middle East , "riots, Demonstrations And Internal Disturbances" , Iran (islamic Republic Of)

Erschienen 17. Juni 2009 bei http://www.reuters.com.

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