Deutscher Juristen-Fakultätentag spricht sich gegen Bachelor- und Masterstudiengänge aus

Auch wenn man es wohl erwarten konnte, hat sich der Deutsche Juristen-Fakultätentag (DJFT) auf seinem Jahrestreffen am 3. und 4. Juni 2010 in Hannover nochmals sehr deutlich für die Beibehaltung der pluralistischen Juristenausbildung ausgesprochen, insbesondere für die Notwendigkeit einer staatlichen Abschlussprüfung. Interessant ist vielmehr die fast schon ein wenig arrogant formulierte Absage an die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge. So heißt es im Beschluss zu TOP 4: Weiterentwicklung der Juristenausbildung: "Der DJFT sieht sich in seiner Skepsis gegenüber einer Umstellung des universitären rechtswissenschaftlichen Studiums auf konsekutive Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master durch die jüngsten Erfahrung im In- und Ausland mit solchen Studiengängen und –abschlüssen bestätigt. Im Inland haben sich spätestens seit dem Herbst 2009 erhebliche Defizite bei den Bachelor- und Masterstudiengängen vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften gezeigt. Die Defizite betreffen nicht nur die Studierbarkeit der Studiengänge, sondern auch die Qualität von Lehre und Prüfung. In einigen europäischen Staaten, wie etwa Italien, die das juristische Studium auf konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt haben, sind überwiegend negative Erfahrungen gemacht worden. So wurde in Italien die Umstellung der Studiengänge zurückgenommen. In einer Reihe von europäischen Staaten lehnen die Juristenfakultäten die Umstellung der Stud…

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Themen: Studium , Italien , Hannover , Juristen , Schuldig , Bachelor

Erschienen 15. Juni 2010 auf http://www.jurabilis.de.

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