Deutsche Touristikfirmen sagen Ägypten-Reisen ab

Berlin (Reuters) - Die deutschen Reiseveranstalter ziehen Konsequenzen aus dem verschärften Reisehinweis des Auswärtigen Amtes für Ägypten und stornieren ihre Verträge. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) erklärte am Dienstag, viele Veranstalter hätten beschlossen, ihre Reiseverträge mit Abreisen bis Mitte Februar zu kündigen. Betroffen sind unter anderem Kunden der Touristikkonzerne TUI, Thomas Cook sowie Rewe mit seinen Veranstaltern ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg.

"In Anbetracht der Situation können wir nicht sicherstellen, dass es für unsere Gäste nicht zu Leistungseinschränkungen kommt", erklärte der Leiter des TUI-Krisenstabs, Ulrich Heuer, zur Entscheidung. Aktuell sei die Situation in den Tourismusregionen am Roten Meer aber nach wie vor ruhig und die Versorgung der Urlauber gewährleistet. Urlauber, die sich derzeit am Roten Meer befänden, müssten daher ihren Urlaub nicht abbrechen. Ähnlich äußerte sich der Konzern Thomas Cook, der erklärte, dass derzeit die Versorgung der Gäste in den Hotels uneingeschränkt möglich sei. Umbuchungen seien bei vielen Reiseveranstaltern bis Ende Februar möglich, teilte der DRV mit.

Das Auswärtige Amt hatte zuvor von Reisen nach ganz Ägypten dringend abgeraten. Das schließe ausdrücklich die Touristengebiete am Roten Meer ein und gelte auch, wenn dort die Lage derzeit ruhig sei, erklärte Außenminister Guido Westerwelle

In Ägypten gingen am Dienstag mehr als eine Million Menschen landesweit auf die Straßen und forderten einen Rücktritt von Präsident Husni Mubarak.

Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens. 2009 besuchten 12,5 Millionen Touristen das Land, das dadurch Erlöse in Höhe von knapp elf Milliarden Dollar erzielte.



Quelle: Reuters (1. Februar 2011)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , Drv , Hotels , United Kingdom , Rewe , Tui , Westerwelle , Egypt , Middle East , Airline Services , German Language - General , German Language - Equities , Government / Politics , Leisure Products , Leisure / Recreation , Hotels And Entertainment Services

Erschienen 1. Februar 2011 bei http://www.reuters.com.

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