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Deutsche sehen Zukunft wegen steigender Preise immer düsterer

am 11.07.2008 von Reuters | Inlandsnachrichten

Berlin (Reuters) - Die auf breiter Front steigenden Preise lassen die Deutschen immer düsterer in die Zukunft blicken.

Inzwischen gingen 41 Prozent der Bürger davon aus, dass es ihnen in einem Jahr finanziell schlechter gehen werde, 42 Prozent erwarteten eine unveränderte Entwicklung, heißt es in dem am Freitag veröffentlichen ZDF-Politbarometer. Noch nie seit der Wiedervereinigung sei die persönliche wirtschaftliche Perspektive schlechter beurteilt worden. Der großen Koalition trauten immer weniger Bürger zu, für die Lösung der Probleme einen wichtigen Beitrag leisten zu können. Nur noch 35 Prozent erwarteten dies, im November seien es noch 49 Prozent gewesen. 58 (November 46) Prozent machten sich da keine großen Hoffnungen.

Das Thema Kosten, Preise und Löhne habe die Sorge vor der Arbeitslosigkeit als wichtigstes Thema abgelöst. 60 Prozent nennen die Preisentwicklung an erster Stelle, 34 Prozent die Angst vor einem Jobverlust. Fast jeder Bundesbürger (95 Prozent) bewerte die gestiegenen Energiepreise als ein sehr großes oder großes Problem. Für 84 Prozent aller Befragten sei es sogar eine Gefahr für unseren Wohlstand, teilte das ZDF mit.

Wegen der gestiegenen Spritpreise wollen 55 Prozent aller Autofahrer der Umfrage zufolge weniger fahren. 29 Prozent wollen benzinsparender fahren, 16 Prozent erwägen, auf ein kleineres Auto umzusteigen. Lediglich 21 Prozent gaben an, sie wollten an ihrem Verhalten nichts ändern.

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