Deutsche Industrie: EU darf bei Klima-Zielen nicht vorpreschen

Berlin (Reuters) - Die deutsche Industrie hat nach dem Klima-Kompromiss von Cancun Europa zur Zurückhaltung aufgefordert.

Die Europäische Union dürfe nicht einseitig weiter vorpreschen, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, am Sonntag. "Die EU kann dann ihr Treibhausgas-Reduktionsziel auf 30 Prozent aufstocken, wenn sich auch alle anderen Industrie- und Schwellenländer auf ehrgeizige Reduktionsziele und Emissionsobergrenzen verpflichten", betonte er. "Sonst verlieren wir in Europa und vor allem in Deutschland moderne Produktionsanlagen und Jobs."

In der Abschlusserklärung der Cancun-Verhandlungen heißt es, um die schwersten Klimaschäden zu verhindern, müssten die Industriestaaten ihren Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent unter das Niveau von 1990 drücken. Die Europäische Union will dabei nach bisherigen Erklärungen eine Vorreiterrolle einnehmen.



Quelle: Reuters (13. Dezember 2010)

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Themen: Berlin , China , United States , Jobs , Science , Mexico , Bdi , Klima , Environment , G20 , German Language - General , Government / Politics , Politics / International Affairs / Law , German Language - Money , Diplomacy / Foreign Policy , Emissions Market , Bolivia , South / Central America

Erschienen 13. Dezember 2010 bei http://www.reuters.com.

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