Deutsche Flughäfen wollen Passagiere in Risikogruppen einteilen

Berlin (Reuters) - Zur Vorbeugung von Terroranschlägen wollen die deutschen Flughäfen einem Zeitungsbericht zufolge Passagiere künftig in Risikogruppen einteilen.

"Auf diese Weise können die Kontrollsysteme zum Wohle aller Beteiligten effektiver eingesetzt werden", sagte der designierte Präsident des Deutschen Flughafenverbandes, Christoph Blume, der "Rheinischen Post" vom Dienstag. Bei dem bereits in Israel eingesetzten "Profiling" würden Reisende je nach Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft und anderen Kriterien unterschiedlich scharf kontrolliert.

Blume sieht im "Profiling" die Möglichkeit, ein Ausufern der Sicherheitskontrollen an den deutschen Flughäfen zu verhindern: "Jeder neue Vorfall führt zu weiteren Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen", sagte Blume, Chef des Düsseldorfer Flughafens und ab 1. Januar Präsident des Flughafenverbandes. "So entsteht eine Sicherheitsspirale der technischen Aufrüstung, die irgendwann ihre technischen und operativen Grenzen erreicht." Dennoch hält Blume laut "Rheinischer Post" auch die sogenannten Körperscanner, die derzeit am Hamburger Flughafen getestet werden, für eine "zukunftsweisende Technologie".



Quelle: Reuters (28. Dezember 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , Israel , Airlines , Middle East , Airline Services , Airport Services , German Language - General , German Language - Equities , Government / Politics , International / National Security

Erschienen 28. Dezember 2010 bei http://www.reuters.com.

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