Deutsche Delegierte beim CERN müssen Protonenbeschleuniger nicht stoppen

Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht verpflichtet, ihre Delegierten im Rat der Europäischen Kernforschungsorganisation CERN (Conseil Europeen pour la Recherche Nucleaire) zu einer Initiative gegen die Inbetriebnahme des Protonenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) in Genf anzuweisen. Dies entschied das Verwaltungsgericht Köln mit einem jetzt den Beteiligten bekannt gegebenen Beschluss.

Eine in Zürich lebende deutsche Staatsangehörige hatte mit einem Eilantrag gegen das Bundesministerium für Bildung und Forschung versucht, die Inbetriebnahme des LHC zu verhindern. In dem Protonenbeschleuniger sollen Teilchen mit einer hohen Geschwindigkeit aufeinander geschossen werden, um so den "Urknall" zu simulieren, aus dem die Erde entstanden ist. Die Antragstellerin befürchtet unter Berufung auf in der Wissenschaft vertretene Meinungen, dass bei dem Experiment so genannte "Schwarze Löcher" entstehen können, die im weiteren Verlauf zur Zerstörung allen irdischen Lebens führen. In dem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Köln sollte das Bundesministerium für Bildung und Forschung verpflichtet werden, die beiden deutschen Delegierten im Rat des CERN zu einer sofortigen Beschlussfassung des Gremiums…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Cern , Protonenbeschleuniger

Erschienen 12. September 2008 auf http://www.it-recht-kanzlei.de/.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren
Auch zu Protonenbeschleuniger:

CERN müssen Protonenbeschleuniger nicht stoppen

Handakte WebLAWg | 12. September 2008 — Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht verpflichtet, ihre Delegierten im Rat der Europäischen Kernforschungsorganisation CERN…

Die deutschen CERN-Delegierten und der Protonenbeschleuniger

Rechtslupe | 1. Februar 2011 — Die Europäische Kernforschungsorganisation CERN (Conseil Europeen pour la Recherche Nucleaire) betreibt im schweizerischen Genf…

Teilchenbeschleuniger-Defense

RA-Blog | 31. März 2008 — Walter Wagner aus Honolulu (Hawaii) verklagt das Europäische Labor für Teilchenphysik (CERN) um die für diesen Sommer geplante Inb…

Webseite des neuen Teilchenbeschleunigers gehackt

Handakte WebLAWg | 13. September 2008 — Kurz nach Beginn des ersten Testlaufs des neuen Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) im Europäischen Kernforsch…

Auslieferungsersuchen trotz drohender Trennung der Familie

Rechtslupe | 23. Februar 2012 — Das Verwaltungsgericht Köln hat mit einem heute bekannt gegebenen Beschluss entschieden, dass d Die Auslieferung einer mit Ha…

Telekom muss Sicherheitsbehörden Auskünfte zu IP-Adressen erteilen

Datenschutzbeauftragter Online | 18. Dezember 2008 — Die Telekom bleibt verpflichtet, Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden Auskünfte über Inhaber eines Internetanschlusses mit…

"Tastendruckmodell" bei Telefonwerbung bleibt verboten - Verwaltungsgericht Köln bestätigt Verbraucherschutz

Dr. Bücker Newsfeed | 20. August 2008 — Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Köln zum Urteil vom 16.04.2008 - Az. 11 L 307/081. Das Verwaltungsgericht Köln hat mit ei…

Internetwerbung für private Sportwetten kann auch nach der Neuregelung des staatlichen Sportwettenmonopols untersagt werden

Handakte WebLAWg | 1. März 2008 — Der 13. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 22.02.2008 entschieden, dass Werbung für private Sportwetten au…

Urknall-Simulation auf den Weg gebracht

Reuters | 30. März 2010Genf (Reuters) - Auf der Suche nach dem Ursprung des Universums haben Wissenschaftler mit bislang nie dagewesener Energie subat…

“Schwebender Akt” bleibt verboten

Im Namen des Volkers | 16. November 2009 — Nicht nur in Augsburg, sondern auch in Köln darf das Ganzkörperplastinat “Schwebender Akt” nicht gezeigt werden. Dies hat d…