Deutsche Bank erringt Sieg im Streit mit Stadt Hagen
Reuters | 16. Juli 2008 — Wuppertal (Reuters) - Die Deutsche Bank hat im Streit mit Kommunen und lokalen Unternehmen um riskante Zinsgeschäfte einen weit…
Wuppertal (Reuters) - Die Deutsche Bank muss nach einem Gerichtsurteil der Stadt Hagen im Rechtstreit um Millionenverluste aus riskanten Zinsgeschäften Schadenersatz zahlen.
Das Landgericht Wuppertal sprach am Mittwoch Hagen 994.000 Euro Plus Zinsen zu. Die hoch verschuldete nordrhein-westfälische Kommune hatte dem Kreditinstitut vorgeworfen, nur unzureichend auf die Risiken der Swapgeschäfte hingewiesen zu haben. Hagen hatte die Deutsche Bank Ende Januar auf Schadenersatz von 57 Millionen Euro verklagt.
Wegen der "Spread-Ladder-Swaps" liegen mehrere Kommunen und lokale Unternehmen im Rechtstreit mit der Deutschen Bank. Diese Derivate sind im Kern eine Wette auf den Abstand zwischen kurz- und langfristigen Zinsen. Erhöht er sich, profitiert der Käufer. Verringert sich die Differenz jedoch wie in den vergangenen Jahren, drohen dem Kunden Verluste.
Das Verfahren mit der Stadt Hagen ist mit einem Streitwert von mehr als 50 Millionen Euro das größte in dem Rechtsstreit, der letztlich vor dem Bundesgerichtshof (BGH) landen dürfte.
Erschienen 16. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.
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