Des Kaisers neue Kleider……

Für Grossansicht click und @Quelle: Screenshot der Website des TPZ Regensburg, Menüpunkt „Transplantationszentrum – Informationen für Patienten“, Stand/Abrufzeit: 11.11.2011

Schnell geschaltet. In diesem Fall: Ein neuer Text im Menüpunkt des Webauftritts. Schnell online geschaltet. Oder – um im Bilde jenes Märchens zu bleiben, das der Posttitel nennt und das Sie sicher alle kennen – „mit heisser Nadel“ gestrickt, nachdem ich hier an dem bis 11.11.2011 zu sehenden Informationen auf dieser Website herumgestichelt hatte. Juristisch bissl an der Robe, dem Outfit der Selbstdarstellung jenes Transplantationszentrums in Regensburg herumgezupft quasi, wie gut die Nadeln und Stiche dort geführt, gesetzt, der Stoff behandelt wird, der besonderes Augenmerk verdient. Der Stoff, den man lebensrettende oder lebensverlängernde oder lebensqualitätsverbessernde knappe Ressource nennt: Organe, Organspende, erst recht bei Lebendspende. Von (möglichst und so gesund wie möglich ) gesunden Lebendspendern. An denen kein Heileingriff zu deren eigener Therapie vorgenommen wird.

Genauer hingesehen hatte, als und weil beim UKR, dem Transplantationszentrum in Regensburg, Erstaunliches zu lesen und sich die Frage zu stellen war: Gab oder gibt es mit dem TPZ in Regensburg etwa in Deutschland ein Transplantationszentrum unter den derzeit eigens und rechtlich dazu zugelassenen oder „Transplantationsaktivitäten entfaltenden“ Kliniken, die bekanntlich wie Kliniken sonst auch im gewollten Wettbewerb mit- und untereinander stehen,…gibt es da etwa eines, das mehr an Optionen bietet, als die anderen ermöglichen? Lebendspenden ohne oder ohne vorherige Meldung bei Eurotransplant und gegen den gesetzlich zwingenden Subsidiaritätsgrundsatz für die Lebendspende?

War es etwa (man rubbelte sich die Augen vor Verwunderung) denkbar, dass eines der Transplantationszentren sich hier mitten im Wettbewerb mit den anderen Transplantationszentren mit einer Art Sonderoptionen den interessierten Kandidaten für Warteliste von Niere oder Leber präsentieren, anbieten und damit mit einem Vorsprung an Leistungsangeboten vor anderen Transplantationszentren punkten konnte? Und damit einen Wettbewerbsvorteil vor und im Vergleich mit anderen Transplantationszentren für sich gewinnen?

Ich hege keine besondere Kritikfreudigkeit am UKR Regensburg. Der Zufall wollte es, dass die Nachlese nach aktuellen Kongressen diesen Jahres zum Thema den Blick in Details der Website eben dieses TPZs führte. Eher „betrübt“ es sogar, ausgerechnet an einem Klinikum der eigenen vormaligen Universitätsstadt und mehrmaligem Kongressort für Themen und jährlichen Tagungen der DTG (Deutschen Transplantationsgesellschaft) und der Transplantationsmedizin derlei lesen zu müssen. Was bei keinem anderen der TPZs allerdings zu lesen und noch weniger Praxis sein sollte und darf. Die – abgeseh…

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Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 14. November 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.

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