Der ultimative Zeitumstellungs-Ratgeber

Auf vielen, insbesondere von mir geäußerten Wunsch auch dieses Jahr wieder der Zeitumstellungsklassiker: Nicht vergessen: In der Nacht auf Sonntag wurden die Uhren zurückgestellt. Aber auch daran denken: Wenn es sich um keinen Funkwecker handelt, man nicht mehr bei der Mama wohnt und auch sonst keine hilfreichen Menschen bei Ihnen übernachten, muss man dies schon selbst machen. Da man manchmal durcheinander kommt, ein Beispiel: Steht der große Zeiger auf der 12 und der kleine auf der 10, wenn Sie mit trüben Augen auf die Uhr schauen, dann so lange drehen, bis sich der kleine Zeiger auf der 9 befindet. Sollte das Ganze etwas länger dauern, darauf achten, dass der große Zeiger wiederum etwas im Uhrzeigersinn verschoben wird. Sollte man wiederum kurzzeitig vergessen haben, wie sich der Uhrzeiger bewegt, am besten eine andere Uhr - möglichst mit Sekundenzeiger - anstarren. Nach dieser Anstrengung wieder ins Bett knallen. Und noch ein ganz heißer Tipp: Einfach die Zeitumstellung, die ja - wie beschrieben - durchaus ihre Tücken hat, ignorieren und sich ein Zeitkonto einrichten. Das umfasst dann eine Stunde, die man die folgenden Wochen verbrauchen kann. Ein Beispiel: Man flucht fürchterlich, dass einem schon wieder die Zeit für die Briefmarkensammlung fehlt. Dann zum Beispiel 20 Minuten vom Zeitkonto abbuchen (bitte notieren) und ein paar der Briefmarken in lauwarmem Wasser von den Umschlägen ablösen. Zwei Hinweise dürfen wir aber nicht verschweigen: Erstens lässt es der Staat nicht zu, das Zeitkonto auf mehr als 60 Minuten anwachsen zu lassen, und zweitens gibt es Probleme, Zeit vom Zeitkonto einzusetzen, wenn man beispielsweise einen Zug verpasst hat. Daran muss noch gearbeitet werden. Derzeit hilft die Deutsche Bahn AG fürsorglich bei diesem Problem, indem sie einfach die Züge ausfallen lässt.

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Themen: Diary , Mama

Erschienen 26. Oktober 2008 auf http://www.smartnuts.com/.

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