Ablehnungsgesuch: Ablehnungsgesuch
kanzlei-hoenig.de | 2. Februar 2008 — Aus der Begründung eines Ablehnungsgesuchs in einer Bußgeldsache: In dem Hauptverhandlungstermin am 22. Januar 2008 hat der V…
Der Hauptverhandlungstermin in einer Bußgeldsache stand fest. Der Betroffene erkrankte und beantragte die Verschiebung des Termins. Dem Antrag gab der Richter statt. Das wiederholte sich, der Termin wurde jeweils antragsgemäß verlegt. So weit, so gut.
Dann hatte der Richter aber noch eine Idee. Er schrieb an die Führerscheinstelle, die für den Betroffenen zuständig ist:
. . . der Betroffene . . . ist seit dem 24.4.2006 regelmäßig aus Krankheitsgründen nicht zur Hauptverhandlung erschienen. Die Arbeitsunfahigkeitsbescheinigungen liegen bei. Es wird die Prüfung der Führerscheintauglichkeit angeregt.Das Amtsgericht Güstrow hatte daraufhin über das Ablehnungsgesuch des Betroffenen zu entscheiden. Der meinte nämlich, dieser Richter soll nicht über ihn richten. Dieser Ansicht war die Aufsicht des Richters dann auch. Es erging am 25.10.2006 der Beschluß (971 OWi 41/06):
Der Antrag des Betroffenen, [den] Richter am AG wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, ist gem. § 24 StPO begründet.Nichts anderes war zu erwarten, denn:
Mit dem Hinweis an die Ordnungsbehörde, die Führerscheintauglichkeit des Betroffenen zu prüfen, hat der Richter die Grenzen der Objektivität überschritten und die Privatsphäre des Betroffenen [...] verletzt, [...]Das will ich meinen! Aber wenn man den Beschluß weiterliest, stellen sich einem schon die Nackenhaare auf:
Zum anderen ergab sich aus den dem Richter bekannten Diagnosen, dass die Erkrankungen in keinerlei Zusammenhang mit einer Führerscheintauglichkeit des Betroffenen stehen, da weder die Wahrnehrnungsfahigkeit noch das Seh- oder Reaktionsvermögen betroffen sind oder gar irgendwelche alkoholbedingten Erkrankungen zu verzeichnen waren.Wegen einer vorübergehenden Erkältung jemanden zur MPU schicken zu wollen – dazu gehört schon richtig Mut! Und s…
» Vollständiger Artikelkanzlei-hoenig.de | 2. Februar 2008 — Aus der Begründung eines Ablehnungsgesuchs in einer Bußgeldsache: In dem Hauptverhandlungstermin am 22. Januar 2008 hat der V…
kanzlei-hoenig.de | 28. Oktober 2010 — Richter K. hatte ein Gefühl in Bezug auf seine Befangenheit. Dieses Gefühl war – wie berichtet – nicht nur überflüssig, sondern…
kanzlei-hoenig.de | 4. Dezember 2008 — Es war das dritte Ablehnungsgesuch in einer Bußgeldsache, das zu folgendem Ergebnis führte: In der Bußgeldsache wird de…
kanzlei-hoenig.de | 30. Januar 2012 — Es gab „ein Wörtchen“ zu reden mit dem Richter. So ungefähr wußte ich, wo in den endlosen Fluren des Kriminalgerichts das Zimme…
Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag | 15. Januar 2006 — Das die beschriebene Hauptverhandlung so verlaufen würde, wie sie verlief, hätte mir im Prinzip auch vorher klar sein können, d…
Kreuzberger Verkehrsrecht | 5. Februar 2007 — Es immer wieder eine Freude, vor einem Amtsgericht in einer Bußgeldsache zu verteidigen und dabei die Rechte auch zu nutzen, di…
Kanzleien im Internet | 24. April 2012 — Vor dem Sozialgericht soll der Kläger begutachtet werden. Problem: Zwischen Wohnsitz und Gutachter liegen 60 km. Eigentlich kei…
kanzlei-hoenig.de | 27. November 2008 — In der Bußgeldsache gegen Graf Gottfried von Gluffke - 290 OWi 9999/08 - erhebe ich D I E N S T A U F S I C H T S B E S…
Rechtsanwalt Achim Flauaus | 14. Juni 2010 — In einer Bußgeldsache vor dem Amtsgericht Borken hatte ich für den Betroffenen die Entbindung von der Verpflichtung zum persönl…
kanzlei-hoenig.de | 30. März 2009 — Obwohl ich darum gebeten hatte, den Hauptverhandlungstermin “zur Meidung von Kollisionen mit unserer Kanzlei telefonisch abzust…