Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde eines Anwaltsnotars
Handakte WebLAWg | 19. April 2005 — Auf die Verfassungsbeschwerde (Vb) eines Anwaltsnotars hin stellte das BVerf, dass § 29 Abs. 3 Satz 1 BNotO mit Art. 12 Abs. 1 …
Ein Notar muss in seinem Telefonbucheintrag seinen Amtssitz angeben. Dies gilt auch für einen Anwaltsnotar.
Zu den überörtlich verwendeten Verzeichnissen im Sinne des § 29 Abs. 3 Satz 2 BNotO, in denen der Angabe der Amtsbezeichnung ein Hinweis auf den Amtssitz des Notars hinzuzufügen ist, gehören auch Telefonbücher.
Die Verpflichtung des Notars, der Angabe seiner Amtsbezeichnung im Telefonbuch einen Hinweis auf seinen Amtssitz hinzuzufügen, ergibt sich unmittelbar aus § 29 Abs. 3 Satz 2 BNotO.
Diese Bestimmung ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofs nicht verfassungswidrig. Sie schränkt die Anwaltsnotare in ihrer von Art. 12 Abs. 1 GG umfassten beruflichen Außendarstellung – wenn überhaupt – nur geringfügig ein. Diese allenfalls geringfügige Einschränkung wird durch das legitime Ziel des Gesetzgebers gerechtfertigt, irreführende Werbung zu verhindern. Der Eintrag eines Anwaltsnotars in einem seinen Amtssitz nicht einschließenden Telefonbuch, in dem auf das Notaramt, nicht hingegen auf den Amtssitz hingewiesen wird, kann ebenso wie ein außerhalb der Geschäftsstelle des Notars an einer Rechtsanwaltskanzlei angebrachtes Geschäftsschild eine Irreführung der Rechtsuchenden bewirken. Es kann der unzutreffende Eindruck entstehen, dass an der im Telefonbuch bezeichneten Zweigstelle der Rechtsanwaltskanzlei auch notarielle Dienste in Anspruch genommen…
» Vollständiger ArtikelErschienen 29. Dezember 2011 auf http://www.rechtslupe.de.
Handakte WebLAWg | 19. April 2005 — Auf die Verfassungsbeschwerde (Vb) eines Anwaltsnotars hin stellte das BVerf, dass § 29 Abs. 3 Satz 1 BNotO mit Art. 12 Abs. 1 …
Jurabilis | 19. April 2005 — Auf die Verfassungsbeschwerde (Vb) eines Anwaltsnotars hin stellte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts fest, dass § 29 A…
Rechtslupe | 18. August 2011 — Konkurrieren um eine ausgeschriebene Notarstelle ein Notar aus dem Land, in dem die Stelle zu vergeben ist, und ein Notar aus e…
Rechtslupe | 30. März 2012 — Ein Notar verletzt seine Berufspflichten aus § 14 Abs. 1 und 3 BNotO, wenn er – ohne selbst mit Beurkundungen befasst gewesen…
domainundrecht.de | 7. September 2005 — Mit der Frage, ob ein Anwaltsnotar berechtigt ist, in seiner Internetadresse die Bezeichnung "Notariat" zu führen, musst…
Rechtslupe | 15. Dezember 2010 — Die Pflicht der Landesjustizverwaltung, Notare nach den Bedürfnissen einer geordneten Rechtspflege zu bestellen, besteht allein…
Rechtslupe | 16. Januar 2009 — Ein Notar kann seines Amtes enthoben werden, wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse und die Art seiner Wirtschaftsführung die…
Rechtslupe | 22. Juli 2011 — Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zur Vorleistungspflicht der Berufshaftpflichtversicherer von Notaren und zu den Regressan…
Rechtslupe | 23. Dezember 2011 — Ein Anwaltsnotar hat keinen Anspruch auf eine erneute Übertragung des Notaramtes, wenn er sein Amt für mehr als ein Jahr gemäß …
Rechtslupe | 13. Januar 2010 — Ein Anwaltsnotar, der sich mit anderen Anwaltsnotaren oder Rechtsanwälten zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammenges…