Der Nervenarzt und die Justiz

Das Landgericht Frankfurt setzt den Frankfurter Nervenarzt H. weiter als Gutachter ein, obwohl die Staatsanwaltschaft und die Ärztekammer gegen den Mediziner wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse ermitteln.

Aus Sicht der Ärztekammer soll der Neurologe und Psychiater H. für das Land Hessen “Gefälligkeitsgutachten” erstellt haben, um etwa in Ungnade gefallene Steuerfahnder als “querulatorisch” zu brandmarken und dauerhaft aus dem Dienst des Landes zu drängen. Noch im November soll vor dem Gießener Landgericht die Verhandlung gegen H. im berufsrechtlichen Verfahren beginnen. Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt weiter gegen den Mann, der im Sommer erneut in die Schlagzeilen geriet, weil die von ihm als unheilbar psychisch krank diagnostizierten Steuerfahnder später von Oberärzten der Uniklinik als psychisch kerngesund begutachtet wurden.

Die hessische Landesregierung gab sich besorgt: Bis die Vorwürfe geklärt seien, werde man davon absehen, “den Gutachter mit weiteren Aufträgen zu betrauen”, versprach der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer am 31. Juli 2009 …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Landgericht Frankfurt , Frankfurter Rundschau , Gutachten , Skandale , Staatsanwaltschaft Frankfurt , Land Hessen , Laufende Verfahren

Erschienen 9. November 2009 auf http://log.handakte.de/.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Die Hat Nerven ... und 'nen Arzt, die Justiz - in Hessen

Die Rechtsanwäldin | 9. November 2009 — Top-News Steuerfahnder-Fall Der Nervenarzt und die Justiz Von Matthias Thieme Aus Sicht der Ärztekammer soll der Neurologe…

Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse in Wiesbaden

strafrechtsblogger | 2. Februar 2010 — Da nicht jeder die Lokalnachrichten aus Hessen liest, sei auf einen Vorfal bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden hingewiesen. …

Gerichtsurteile Online: Hessische Gerichtsurteile: nur kleine Auswahl online

Archivalia | 21. August 2007 — Das Landgericht Frankfurt publiziert nur einige ausgewählte Entscheidungen auf seiner Internetseite: http://www.lg-frankfurt.justi…

Anklage wegen Totschlags

Anwalt & Strafverteidiger Blog | 3. Mai 2011 — Wegen Totschlags wurde ein 24-jähriger von der Staatsanwaltschaft Stade angeklagt. Er soll auf seine gleichaltrige Freundin ein…

Schmerzensgeldklage des Magnus Gäfgens ohne Erfolgsaussichten

JuracityBlog | 30. August 2006 — Das Landgericht Frankfurt entschied durch Beschluss vom 28.08.2006 - Aktenzeichen 2-04 O 521/05 -, dass die Klage des Entfü…

Frankfurter Gerichte: Unsere schönsten (Amts-) Gerichte: Frankfurt am Main

RA-Blog | 10. Oktober 2005 — Aufgrund mehrfacher Nachfrage, welches Gericht oben im Seitenkopf gezeigt wird: Es ist das Landgericht Frankfurt am Main. …

Land Hessen zu Schmerzensgeldzahlung verurteilt

Anwalt & Strafverteidiger Blog | 14. April 2011 — Da Landgericht Frankfurt verurteilte das Land Hassen zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 8000 Euro an einen Kriminalbeam…

HR: Hessen legt Revision gegen Nachtflugverbot in Frankfurt ein

Reuters | 16. Dezember 2009Frankfurt (Reuters) - Die hessische Landesregierung will einem Medienbericht zufolge gegen das erwartete Nachtflugverbot am Fra…

Rechtsanwalt spricht von Skandal

Handakte WebLAWg | 5. Oktober 2008 — Der hessische Justizminister Jürgen Banzer (CDU) hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Ermittlungen in einem heiklen F…

Zweiter Prozess gegen Todesfahrerin erneut ausgesetzt

schreibmaschine | 10. Mai 2010 — Eine 68-jährige Autofahrerin, die eine Rentnerin auf einem Supermarktparkplatz überfahren und getötet hat, ist am Montag erneut…

Steuerfahnder-Gutachten: Weimar gibt Antworten | Nachrichten | hr

In der Affäre um angebliche Gefälligkeitsgutachten eines Psychiaters, der Steuerfahnder vorzeitig in den Ruhestand geschickt hat, ist sich das Land keiner Schuld bewusst. Finanzminister Weimar (CDU) wies alle Vorwürfe zurück.


Steuerfahnder-Fall: Der Nervenarzt und die Justiz