Rechtsstaatlich bedenklich
legal future | 3. Februar 2010 — Die derzeitige Diskussion über den Kauf der Schweizer Steuer CD gibt einem auch als Jurastudent zu denken. Insbesondere die sch…
Die Bundesregierung soll und wird eine CD ankaufen, die (angeblich) Daten von 1500 deutschen Steuersündern enthält. Die vertraulichen Daten sollen von der schweizerischen Bank HSBC stammen. Politiker quer durch alle Parteien und die Presse von Bild bis Süddeutsche fordern den Ankauf in seltener Einmut. Und Heribert Prantl, der ansonsten so vehement für Rechtsstaatlichkeit eintritt, wirft in einem Kommentar in der Süddeutschen seine gesamten Grundwerte über Bord, wenn er behauptet, dem Ankauf der Daten stünden keine entscheidenden rechtlichen Bedenken entgegen. Plötzlich heiligt auch bei Prantl der Zweck die Mittel. Dabei ist schwerlich vorstellbar, dass der Anbieter sich die Daten legal beschafft hat. Die Daten stammen, auch gemessen an den Vorgaben des deutschen Rechts, aus einer Straftat. Niemand kann außerdem nur anhand einer solchen CD die Echtheit der Daten zuverlässig beurteilen. Dass Juristen dennoch kein Beweisverwertungsverbot annehmen - was man mit guten Gründen auch anders sehen kann - ändert nichts daran, dass der deutsche Staat einen Straftäter bezahlt und damit auch für die Zukunft das illegale Ausspähen von Daten, die für die Behörden aus unterschiedlichsten Gründen interessant sein könnten, fördert. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen gutem und schlechtem Rechtsbruch, wodurch das Recht relativiert wird. Wer nicht will, dass aus hehren Motiven gefoltert wird, der kann auch nicht ernsthaft den Ankauf dieser Daten befürworten. Dass…
» Vollständiger ArtikelErschienen 1. Februar 2010 auf http://www.internet-law.de/.
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Reuters | 1. Februar 2010 — Berlin (Reuters) - Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring hat das Bundesfinanzministerium aufgefordert, die ihm angebot…
STEUERRECHT | 3. Februar 2010 — Zur aktuellen Diskussion um den möglichen Ankauf einer gestohlenen CD mit Daten von potentiellen Steuersündern mit schwarzen …
Reuters | 1. Februar 2010 — Berlin (Reuters) - Die vertraulichen Schweizer Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher stammen einem Zeitungsberic…
Internet-Law | 3. Februar 2010 — Mein Beitrag zu der Frage des Ankaufs von Bankdaten mutmaßlicher Steuerhinterzieher durch die Bundesregierung hat im Blog eine reg…
Die Rechtsanwäldin | 2. Februar 2010 — Während in der schneebedeckten katholischen Eifel die Gerüchte über das nachkarnevalistische Come- und Pack-Back des sich selbst…
Rechthaber | 30. November 2010 — Das Bundesverfassungsgericht sieht keine verfassungsrechtlichen Bedenken bei der Verwertung von Daten der „Liechtenstein CD“ du…
Reuters | 22. März 2010 — Berlin (Reuters) - Rheinland-Pfalz ist grundsätzlich bereit, anstelle von Baden-Württemberg eine CD mit Schweizer Daten mutmaßl…
dennisheinemeyer.eu | 2. Februar 2010 — Nachdem ein Informant der Bundesregierung für 2,5 Millionen Euro eine CD mit den Daten von rund 1500 Steuersündern in der Schw…
walfischbucht | 6. Dezember 2006 — kann das für den Autor dieses Artikels auf spiegel-online gewesen sein, dass mit Daten von Wirtschaftsauskunfteien - auch bei Erfü…
Kaufen oder nicht kaufen? Angela Merkel hat sich für den Erwerb der Daten von möglichen Steuersündern in der Schweiz ausgesprochen. Es müsse alles versucht werden, um an die Daten möglicher deutscher Steuersünder heranzukommen. Zustimmung erhält sie in dieser Frage aus allen Parteien.
Schweiz: Deutsche Steuerhinterzieher Der Staat ist hier kein Hehler Mit den Daten der brisanten CD aus der Schweiz könnten viele Steuerhinterzieher entlarvt werden. Die Frage ist: Fördert oder verletzt es das Gemeinwohl, wenn der Staat das Material kauft? Entscheidende rechtliche Bedenken stehen dem Erwerb der Daten jedenfalls nicht entgegen.