Der fatale zweite Korb und die noch fatalere Umsetzung durch Subito
am 24.02.2008 von Jurabilis
Die von den Experten in Aussicht gestellten Auswirkungen des zweiten Korbs der Urheberrechtsnovelle auf den Dokumentenlieferdienst Subito waren schon unschön genug. Heise meldet nun, dass es noch schlimmer gekommen ist, als ohnehin schon zu erwarten war:Laut einer heise online vorliegenden Anlage zum Rahmenvertrag des Dienstleisters kann der Endkunde das gekaufte Dokument ansehen und zweimal ausdrucken. Eine einmalige Weiterleitung beim Empfang durch eine Hilfskraft wird als optionales Zugeständnis aufgeführt. Spätestens einen Monat nach dem Datum der Lieferung läuft das elektronische Dokument zudem unwiderruflich ab und ist nicht mehr zugänglich. Dazu wird jede Seite des Ausdrucks mit einem Wasserzeichen versehen.
Subito explizit angeschlossene Lieferbibliotheken dürfen Kopien auch nur noch über den Dienst ausliefern, und nicht mehr etwa über andere übliche Leihverkehrsordnungen. Die Preise für den elektronischen Versand wurden auf mindestens 7,75 statt bisher 1,50 Euro angehoben. Darüber hinaus führt Subito bei den PDF-Kopien auf Lizenzbasis …
Der 2. Korb der Urhebernovelle - ein Fortschritt?
maas_rechtsanwälte / Gestern wurde der seit etwa vier Jahren in der Diskussion stehende “zweite Korb” der Urheberrechtsnovelle vom Bundestag beschlossen. Neben Änderungen wie beispielsweise die Streichung der “Fünf-Prozent-Deckelung” bei…
Wissenschaft off-line — erste negative Auswirkungen der Urheberrechtsnovelle
Handakte WebLAWg / Seit Januar 2008 ist das neue Urheberrechtsgesetz in Kraft. Eigentlich sollte das Gesetz die Rechte der Urheber und damit auch die Rechte der wissenschaftlichen Autoren in der Informationsgesellschaft stärken. Genauer betrachtet, füllt das novellie…
Urheberrecht - Wo bleibt die Privatkopie?
Jurabilis / In dem inzwischen eher berüchtigten Zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle soll die Privatkopie erhalten bleiben. Was wie eine gute Nachricht klingt, ist in Wahrheit keine so gute. Es gibt keine Ausnahmen für wissenschaftliche Einrichtungen, so das…
Subito, ein Dokumentlieferdienst in Schwierigkeiten
Jurabilis / Subito hat sich im Laufe der Jahre zum zentralen Portal für die Beschaffung wissenschaftlicher Literatur entwickelt. Abzulesen ist dies an den kontinuierlich steigenden Nutzerzahlen. Blickte der Versandservice 1998 noch auf lediglich knapp 102.000…
Streit um Subito: PDF gegen S/W-Kopie
Jurabilis / Die im Rahmen des elektronischen Kopienversands angefertigten digitalen Kopien ermöglichen auch dann nicht ausschließlich analoge Nutzungen (wie sie etwa die Regelung des § 53 Abs. 2 Satz 3, Satz 2 Nr. 2 UrhG für eine Privilegierung verlangt…
Subito-Klageerwiderung
Jurabilis / Thomas Ubber (Lovells) geht die Angelegenheit (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. u.a. ./. Subito e.V. und Freistaat Bayern) der Bedeutung entsprechend sehr grundsätzlich an. Die Lektüre des Schriftsatzes (95 S., PDF) wird allen an der Z…
Subito: Ten more years!
Jurabilis / Ich war lange Zeit unsicher, ob ich Subito angesichts der Querelen um den geplanten § 53a UrhG überhaupt zum zehnten Geburtstag (04.10.) gratulieren solle - schließlich sollte es nicht wie ein Nachruf klingen. Indes: Jetzt erst recht! Ten more ye…
Subito-Urteil vom LG München I
Handakte WebLAWg / Das OLG München hat nach einer Pressemeldung der TIB Hannover den Versand von Aufsatzkopien per eMail für nicht rechtens erklärt. Als Vorbereitung darauf ist es sinnvoll, sich das Ergebnis der vorinstanzlichen Entscheidung des LG München I vom 15…
