Der Bundestrojaner: 1984 läßt grüßen
am 30.08.2007 von http://www.anwaltsalltag.de
Die Kritik am Bundestrojaner läßt nicht nach. Die Entwicklung einer einsatzfähigen Version soll in Kürze abgeschlossen werden können, Teilmodule soll es schon geben [mehr]. Sind wir auf dem Weg zum Überwachungsstaat? Wischen wir doch einfach alle Bekundungen weg, man wolle nur die technischen Grundlagen zur Verfolgung von Terroristen schaffen. Blödsinn! Die Argumentation kennen wir ja schon aus den USA. Wozu führte das? Zum Daten-Striptease aller Einreisender, Bespitzelung die auch bis zur Denunziation reicht, zur Rechtfertigung schlicht aller Maßnahmen einschließlich eines Krieges.
Manch einem ist ein solcher (fiktiver) Staat nicht unbekannt. 1984 liegt zwar schon 23 Jahre zurück. Jedoch sind wir mit den Möglichkeiten der vollständigen Überwachung diesem System näher denn je. Video-Überwachung in der Städten und auf den Autobahnen, Satelitenüberwachung (hier ist beispielsweise die Generalbundesanwaltschaft vom Satelliten aus betrachtet - Schöne Grüße Frau Generalbundesanwältin Harms), Kundenüberwachung dank Payback-, Kunden- und sonstigen Karten (was passiert mit den Daten?).
Orwell beschreibt in 1984 eine totale Überwachung, der sich fast niemand entziehen kann. Sie wird hauptsächlich mithilfe von Teleschirmen ausgeübt. Der Teleschirm ist sowohl Sende- als auch Empfangsgerät, das in jedem Haus der inneren und äußeren Partei, an öffentlichen Plätzen und bei der Arbeit die Bürger Ozeaniens überwacht. Niemand weiß, ob man gerade beobachtet wird oder nicht und man kann nur darüber spekulieren, wie oft oder nach welchen System sich die Gedankenpolizei in die Privatsphäre einschaltet. Darum ist es sogar denkbar, dass sie ständig alle beobachtet.
[Mehr unter Wikipedia oder vielleicht doch einfach mal das Buch selbst lesen]
Es gab Zeiten, da …
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