Wulff bei Präsidentenwahl im ersten Durchgang durchgefallen
Reuters | 30. Juni 2010 — Berlin (Reuters) - Der von Schwarz-Gelb nominierte Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff, ist im e…
In den letzten Tagen wurde viel über das Verhalten des Bundespräsidenten geschrieben; dazu sei hier nichts gesagt. Mir geht aber eine Äußerung des Bundespräsidenten aus seinem ARD/ZDF-Interview nicht aus dem Kopf.
Der Bundespräsident wörtlich zu den Vertragsverhandlungen mit der BW-Bank über seinen Hauskredit:
"Denn wenn Sie am 25. November sich geeinigt haben und die Bank das eingebucht hat, sich dafür abgesichert hat, dann ist der Vertrag geschlossen. Am 25.11.! Dass der dann noch sozusagen vertraglich unterschrieben wird, die Bank mir das zuschickt, ich das zurückschicke, ist eine Durchführung, die aber gar nicht notwendig ist, weil ein mündlicher Vertragsschluss reichen würde. Es gilt auch Handschlagqualität in diesem Bereich, wenn man sich mit einer Bank verständigt." http://www.n-tv.de/politik/Wulff-Interview-im-Wortlaut-article5138936.html
Der Text ist rätselhaft und bedarf vor allem deshalb einer Klarstellung, als er für viele VerbraucherInnen (und manchen Jurastudierenden) irreführend sein dürfte.
Verbraucherdarlehensverträge bedürfen nach § 492 Abs. 1 BGB der Schriftform. Der Schriftform ist genügt, wenn Antrag und Annahme durch die Vertragsparteien jeweils getrennt schriftlich erklärt werden. Mündliche abgeschlossene Verbraucherdarlehensverträge wären somit formnichtig (§ 125 S. 1 BGB).
Worauf der Bundespräsident, der laut Wikipedia Rechtswissenschaften in Osnabrück studiert hat, evtl. anspielt, ist die Rechtsprechung zur treuwidrigen Berufung auf formnichtige Verträge. In diese Richtung zielt zumindest sein Hinweis auf die "Handschlagqualität". In der Tat können zB besonders schwere Pflichtverletzungen die Berufung auf die Formnichtigkeit unzulässig machen (dazu etwa Armbrüster, NJW 2007,…
» Vollständiger ArtikelErschienen 7. Januar 2012 auf http://www.blog.beck.de/blog.
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Reuters | 30. Juni 2010 — Berlin (Reuters) - Union und FDP haben alle Wahlleute für die bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten an Bord. Nach Ang…
sueddeutsche.de | 6. Januar 2012 — Von "Handschlagqualität" keine Spur: In der Affäre um die Finanzierung seines Hauses hat die BW Bank der Darstellung von …
Dr. Graf | 30. Juni 2010 — Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 19.11.2009 (Az. I ZR 141/07) entschieden: 1. Die Unvollständigkeit oder Einseitigk…
www.rechtsklarheit.de | 21. Januar 2010 — Der BGH (Urt. v. 20.01.2010 – VIII ZR 50/09) hat seine Rechtsprechung zum Farbdiktat in den Schönheitsreparaturkla…
sueddeutsche.de | 27. Dezember 2011 — Für Christian Wulff ist die Kreditaffäre noch nicht ausgestanden: Der Chef des Aufsichtsrats der Stuttgarter BW-Bank will jet…
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 28. Juni 2010 — Ein Darlehensvertrag kann durchaus sittenwidrig sein. So etwas kommt besonders dann in Betracht, wenn eine Zwangslage ausgenutz…
Dr. Graf | 22. März 2011 — Mit Urteil vom heutigen Tage hat der BGH die Deutsche Bank zu Schadensersatz i. H. v. 541.074 EUR nebst Zinsen verurteilt (XI Z…
Bundespräsident Christian Wulff nimmt in einem Interview mit ARD und ZDF zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung. Die Fragen stellen Ulrich Deppendorf für die ARD und Bettina Schausten für das ZDF. Hier das komplette Interview.