Postlaufzeiten bei der Justiz
STRAFSACHEN | 16. September 2011 — Heute morgen hatte ich einen Anruf eines Vorsitzenden Richters am Landgericht und einen Anruf einer Staatsanwältin. Mit dem Rich…
In seiner Print-Ausgabe (Nr. 16/2007, S. 38) versucht der Spiegel eine Lanze für ein einfacheres Deutsch im Bereich der Amtssprache zu brechen. So weit, so gut.
Leider ist das Amtsdeutsch, oder die typische Sprache in behördlichen Schreiben, nicht einfach so aus der Laune eines ansonsten zu wenig ausgelasteten Beamten entstanden. Vielmehr ist sie ein Spiegel der Normen, welche alle ungemein wichtig sind und unbedingt beachtet werden müssen. So kann der Mitarbeiter eines Sozialleistungsträgers nicht einfach schreiben “Bitte kommen Sie mal zu einem persönlichen Gespräch vorbei”, weil das gleich ein “Vorladung” wäre, was in der Folge einen Unfallversicherungsschutz für den Vorsprechenden begründen könnte. Was das kosten kann! Viel besser ist es daher, einen in Ansehung der gesetzlichen Vorgaben zutreffenden, aber inhaltlich nur schwer verständlichen Brief zu schreiben, dann kommt der “Kunde”, wie er neuerdings im Amtsdeutsch heißt, ganz von allein. Der entsprechende Aktenvermerk kann dann auch mit “Herr X sprach heute unaufgefordert vor…” begonnen werden, das liest sich viel freundlicher als “Frau Y kommt heute ihrer Terminsfestlegung nach…”
Die Vorschläge des Spiegel bzw. des zitierten germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum scheinen dabei zunächst nachvollziehbar. Natürlich kann man “zukommen lassen” auch durch “schicken”, “senden” oder “einreichen” ersetzen - nur, dass eben der Bedeutungsgehalt des “zukommen lassen” alle Varianten umfasst, wohingegen “schicken” beispielsweise die persönliche Vorsprache ausschließt. Wo die Vereinfachung liegt, wenn man statt “lassen Sie uns die Unterlagen zukommen” neuerdings “schicken Sie uns die Unterlagen, oder reichen Sie sie ein” schreibt, ist für mich spontan nicht nachvollziehbar.
Darüber hinaus habe ich auch Zweifel, ob die beispielhaft angeführte “gesteigerte Erwerbsobliegenheit gegenüber einem Kind” tatsächlich nur eine Anmahnung der Unterhaltszahlungen darstellt oder der Fall da doch etwas - juristisch - kompliziterter liegt. Sicher bin…
» Vollständiger ArtikelSTRAFSACHEN | 16. September 2011 — Heute morgen hatte ich einen Anruf eines Vorsitzenden Richters am Landgericht und einen Anruf einer Staatsanwältin. Mit dem Rich…
RefBlog.de | 5. Februar 2009 — Da nun die ersten paar Wochen meines Referendariats vorbei sind und ich mir vorgenommen habe, konsequent den Stoff aus der Ar…
Rechtsanwalt News | 22. Juni 2009 — Wir machen Ansprüche geltend. Der Kollege bittet darum, ihm weitere Informationen per Fax zukommen zu lassen. Wir legen die Unt…
Unfall - Blog | 27. Oktober 2008 — Wider besseres Wissen habe ich heute versucht, bei der Allianz eine Schadensregulierung telefonisch zu fördern: „Herzlich wil…
LawBlog | 9. November 2007 — Die Staatsanwaltschaft München II versendet Ermittlungsakten mit einem Anschreiben. Das liegt oben auf der Akte und ist zum Bei…
Betriebsrat Blog | 10. November 2009 — Ach was sind wir heute glücklich, weil man uns so schick rausgeputzt hat! Der Betriebsrat Blog des ifb ist im April 2006 gestar…
Bella & Ratzka Rechtsanwälte | 11. Februar 2010 — Ich hatte bereits im November über das eigene Erleben im Hinblick auf “versehentlich” abgeschlossene Verträger berichtet, nämli…
Handelsvertreter Blog | 12. Juli 2010 — Ein verzweifelter Kunde der Central wünschte nicht mehr, als dass seine persönlichen Daten nicht mehr an den oder die Vermögens…
Dr. Behrmann & Härtel | 8. Oktober 2008 — Des öfteren trifft man ja auf das Problem, dass Mandanten gerne eine Abmahnung durch einen Anwalt durchführen lassen wollen, an…
Stuttgart Inkasso | 5. Oktober 2009 — Ich dachte eigentlich, der Name “Stuttgart Inkasso” dürfte nicht so schwierig sein und ist leicht zu merken. Anscheinend nich…