Schwere Vorwürfe gegen Mönchengladbacher Justiz im Zusammenhang mit Doppelmord
strafblog | 14. März 2007 — Von schweren Vorwürfen gegen die Mönchengladbacher Justiz berichtet rp-online. Am Freitag der letzten Woche habe ein niederländisc…
Die Justiz in Nordrhein-Westfalen hat jetzt ein neues Problem, wie sich einem Bericht bei “BusinessNews” entnehmen läßt:
“Nach dem Doppelmord an zwei Frauen am Freitag in Mönchengladbach erhebt eine Rechtsanwältin schwere Vorwürfe, die von den Behörden am Dienstag teilweise eingeräumt worden sind. […]. Die Bluttat ist demzufolge erst durch eine Kette von Versäumnissen der Justiz ermöglicht worden. So sei der Doppelmörder bereits vor der Tat wegen Vergewaltigung mit Haftbefehl gesucht worden […]. Trotz ihres Hinweises an die Justiz sei der 39-Jährige aber nicht festgenommen worden, als er unmittelbar vor der Tat am Freitag zu einem Gerichtstermin in Mönchengladbach erschien. […].Ein Familienrichter habe auf ihren Hinweis hin zwar die Staatsanwaltschaft aufgefordert, den Mann festnehmen zu lassen. Diese habe es aber offenbar versäumt, die Aufforderung an die Polizei weiterzugeben, sagte die Anwältin. Der Richter habe den Niederländer dann ebenfalls laufen lassen, obwohl er ihn im Gericht von Justizwachtmeistern hätte festnehmen lassen können. Zudem sei der Haftbefehl aus unersichtlichen Gründen nicht im Fahndungssystem der Polizei vermerkt gewesen.”
Für die Polizei waren die Aktivitäten der Anwältin der Opfer - die immerhin als einzige überhaupt richtig gehandelt hat - aber keineswegs ausreichend. Sie hat dem berufsrechtlichen anwaltlichen Pflichtenkatalog nun offenbar einen weiteren Punkt hinzugefügt: Die Pflicht, gefälligst selbst für die Verhaftung polizeilich gesuchter Gewalttäter zu sorgen:
“Aus Polizeikreisen wurde auch Kritik an der Anwältin laut: „Hätte sie auf den Gerichtstermin früher aufmerksam gemacht, hätte auch eher etwas unternommen werden k…
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M�nchengladbach: Doppel-Mord: Polizei erhebt Vorw�rfe gegen Justiz. Die Justizpanne, die m�glicherweise Ursache f�r den Doppelmord an der 37-j�hrigen T�rkin und deren Tochter ist, hat NRW-Justizministerin Roswitha M�ller-Piepenk�tter (CDU) auf den Plan gerufen. Sie sicherte�am Dienstag�zu, dass die Umst�nde des Doppelmordes mit Hochdruck aufgekl�rt w�rden.