dena-Marktstudie: Länderprofil Rumänien

Obwohl das Land über fünf Prozent der europäischen Rohölressourcen verfügt und größter Gasproduzent in Zentraleuropa ist, importiert Rumänien etwa 33 Prozent seines Erdgas- und 66 Prozent seines Erdölbedarfs aus Russland. Um dieser Abhängigkeit von fossilen Energieträgern entgegenzuwirken, hat sich das Land ehrgeizige Ziele gesteckt. Bis 2020 sollen 24 Prozent des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Im Jahr 2008 waren es 20,4 Prozent. Die Perspektive auf den EU-Beitritt hatte für den rumänischen Energiemarkt eine Reihe von Strukturreformen zur Folge. So wurden die EU-Vorgaben zur Liberalisierung des Energiemarktes und zur Förderung grüner Energie bereits größtenteils umgesetzt. Das rumänische Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist groß. Das größte Wachstumspotenzial besteht im Bereich der Wind- und Solarenergie. Windenergie boomt in Rumänien seit ein paar Jahren, aber auch Projekte im Bereich der Solarenergie werden vermehrt umgesetzt. Darüber hinaus bieten sich weitere Potenziale durch die effiziente Nutzung der im großen Maße vorhandenen Biomasse. Erneuerbare Energien werden in Rumänien durch eine Mengenregelung in Form einer Quotenverpflichtung mit kombiniertem Zertifikatehandel und vorgeschriebenen Höchst- und Mindestpreisen, die auf dem Gesetz 220/2008 beruhen, gefördert. Das Gesetz gewährt allen Erzeugern regenerativer Energie grüne Zertifikate pro Megawattstunde erzeugten Stroms für einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Anzahl der Zertifikate ist technologieabhängig. So erhalten z.B. PV-Betreiber sechs grüne Zertifikate pro Megawattstunde und Windenergieanlagen-Betreiber zwei. …

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Themen: Russland , Bewusstsein , Zertifikate , Dena , Rumänien , Marktstudie , Länderprofil

Erschienen 30. November 2011 auf http://lexegese.blogspot.com.

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