Den Kreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen
am 13.02.2006 von http://menschenrechte.blogg.de/
Erfolg bei EU und UN: Menschen mit Behinderung sollen an der Entwicklungs-zusammenarbeit beteiligt werden.
Das ist ein großer Schritt für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf der ganzen Welt, kommentiert Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), den vorläufigen Abschluss der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Der geplante UN-Artikel zur Entwicklungszusammenarbeit garantiert, dass Personen mit Behinderung in die Planung, Durchführung und Evaluierung von Entwicklungs-programmen eingebunden sind. Damit soll sichergestellt werden, dass solche Pro-gramme nicht länger ohne sie oder über ihre Köpfe hinweg durchgeführt werden. In der nächsten und abschließenden Verhandlungsrunde, die Ende August 2006 in New York stattfinden wird, soll der endgültige Text beschlossen werden. Damit wird ein bereits 2002 begonnener Prozess abgeschlossen. Dass Menschen mit Behinde-rung in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika hoffentlich bald nicht mehr ausgegrenzt werden, ist eine ausgesprochen gute Zukunftsperspektive, erklärte Martin Georgi.
Behinderung ein weltweites Problem
80 Prozent aller Menschen mit Behinderung leben in Entwicklungsländern. Ihre Ge-samtzahl wird auf 500 Millionen geschätzt, darunter 45 Millionen Kinder. Nur etwa drei bis vier Prozent von ihnen werden durch Hilfsprogramme erfasst. Die große Mehrheit bleibt im Teufelskreis von Armut und Behinderung gefangen, ausgeschlos-sen von elementaren Menschenrechten.
Die EU-Initiative
Eine europäische Initiative von zwölf Nichtregierungs- und Behindertenorganisationen will mit Unterstützung der EU dieser Spirale entgegenwirken. Die Christoffel-Blindenmission bringt als deutscher Vertreter ihre jahrelange Erfahrung in die Initiative mit ein. Martin Georgi freut sich über den erzielten Durchbruch …
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