Ex-Knackis erneut wegen räuberischer Erpressung verurteilt
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Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahrzehnts hat das Würzburger Landgericht eine Dauer-Betrügerin zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach zwei früheren einschlägigen Verurteilungen saß die 61-Jährige insgesamt fünf Jahre und zwei Monate im Gefängnis, jetzt wurde sie wegen 59 Fällen des gewerbemäßigen Betrugs zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Anordnung der Sicherungsverwahrung lehnte die 1. Strafkammer ab.
Doris W. kann offenbar nicht anders: Nur wenige Monate nach ihrer letzten Haftentlassung begann sie wieder mit Straftaten, die zu ihren früheren Verfehlungen „eine erstaunliche Parallelität aufweisen“, sagte der Vorsitzende Richter Lothar Schmitt. Erstes Opfer war eine gutmütige Frau, mit der sich während der Haft eine Brieffreundschaft entwickelt hatte. Mit dem Versprechen, nach einer Erbschaft in Millionenhöhe würde sie alles wieder zurückzahlen, zog die Angeklagte der Frau insgesamt 44.000 Euro als Darlehen aus der Tasche.
„Sie haben sie ausgenommen wie eine Weihnachtsgans“, so Schmitt. Dabei wusste die 61-Jährige, dass das vermeintliche Millionenerbe in Wahrheit nur rund 210.000 Euro betragen würde, von denen ihr nur ein ganz geringer Teil zustand. Gerade mal 2.700 Euro bekam die Angeklagte schließlich. Die betrogene Frau, die sogar selbst einen Kredit aufnahm, um die Angeklagte zu unterstützen, hat bis heute keinen Cent gesehen.
Im Vergleich dazu hielt sich der Schaden bei verschiedenen Autohäusern im Main-Spessart-Kreis in Grenzen, bei denen die Angeklagte insgesamt viermal Autos der gehobenen Klasse bestellte, abholte und dann wieder zurückgeben musste, weil sie kein Geld hatte. Und weil man ein Dach über dem kopf braucht, kaufte sie zusammen mit ihrem Ehemann erst ein Haus, aus dem sie nach einem halben Jahr nach nicht erfolgter Kaufpreiszahlung wieder herausflog, dann eine Küche für das Hausd im Wert von 11.000 Euro, und dann zwei Wohnungen in Würzburg. Vor allem der letzte Fall war „mehr als dreist“, betonte der Vorsitzende. …
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