Hsbc Bank Nürnberg: Datendiebstahl bei HSBC Bank
Steuerpraxis | 1. Februar 2010 — Schon im Dezember schrieb Christian Rödl auf Gabler-Steuern. de zum Datendiebstahl bei Schweizer HSBC. Heute findet sich folg…
Ein ehemaliger Mitarbeiter der HSBC Private Bank in Genf soll Presseberichten zufolge Kundendaten von ca. 3.000 Anlegern entwendet und an die französischen Steuerbehörden übergeben haben. Offen ist noch, ob auch deutsche Staatsbürger betroffen sind. Der Datendiebstahl zeigt: Steuerlich nicht deklarierte Geldanlagen im Ausland sind vor Aufdeckung nicht sicher. „Das Risiko, dass steuerlich nicht deklarierte Auslandsanlagen aufgedeckt werden, steigt ständig an“, erklärt Dr. Christian Rödl, Geschäftsführender Partner von Rödl & Partner. „Wurde der Anleger von den Behörden entdeckt, ist es meist für eine Selbstanzeige zu spät. Dann drohen strafrechtliche Konsequenzen und neben der Steuerrückerstattung samt Zinsen hohe Strafzahlungen. Wer nicht rechtzeitig handelt, bringt nicht nur sich selbst in Gefahr, oftmals geraten die gesamte Familie und häufig auch das Familienunternehmen in eine Krise.“ Für einen Steuerpflichtigen mit einem persönlichen Steuersatz von 40 Prozent, der aus Schwarzgeld in Höhe von 250.000 Euro jährliche Erträge von 5 Prozent erzielt, beläuft sich die zu begleichende Steuerschuld bei Abgabe einer Selbstanzeige auf insgesamt mindestens 50.000 Euro. Zusätzlich sind Zinsen in Höhe von mindestens 16.500 Euro nachzuzahlen. Da das Vermögen erfahrungsgemäß im Verlauf der Jahre wächst, liegen die Nachzahlungsbeträge in der Regel deutlich darüber. Bei der Aufdeckung einer unversteuerten Geldanlage durch die Steuerfahndung drohen zusätzlich zur Nachzahlung der Steuerschuld nebst Zinsen eine Geldstrafe von bis zu 3,6 Mio. Euro und je nach Umständen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Vielen Anlegern ist dabei nicht bewusst, dass mit dem Jahressteuergesetz 2009 die Voraussetzungen für eine Selbstanzeige deutlich ve…
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