Datenbank Freie juristische Internetprojekte (FJIP)
JIPS News | 9. Juni 2009 — Die Datenbank Freie juristische Internetprojekte (FJIP) ist ein neues Projekt, das freie juristische Internetprojekte „sammel…
Wenn ein Blogger lange nicht bloggt, kann das ein gutes Zeichen sein, nämlich dass er etwas Neues ausbrütet. In meinem Fall konnte ich das Ergebnis gestern beim WikiTreffen präsentieren: Die Datenbank Freie Juristische Internetprojekte fjip.de. Den Beschluss, freie juristische Internetprojekte zu "sammeln", hatten wir schon während des Gesprächskreises beim EDV-Gerichtstages im Jahr 2004 gefasst. So entstand zunächst eine einfache Liste im JuraWiki. Anfang 2005 versuchte ich dann, im JuraWiki eine Art Datenbank mit Wiki-Mitteln zu realisieren. Es gibt immerhin 64 Einträge, die teilweise von den Betreibern der jeweiligen Projekte selbst angelegt wurden. Die Idee war, nicht nur die Namen und die URL der Projekte festzuhalten, sondern ein paar weitere Informationen. Das wird dann besonders interessant, wenn ein Projekt offline geht. Erinnert sich noch jemand an das Weblog "Shice Biz" der "Jurastudentin" (später "Rechtsreferendarin")? Im JuraWiki gibt es immerhin einen Screenshot und ein paar Basis-Informationen, die über archive.org hinausgehen. So gesehen ein wichtiger Beitrag zur "Blawg-Forschung" (siehe hierzu schon LAWgical vom 12.03.05). Den Weblogs widmeten wir im JuraWiki von Anfang an besondere Aufmerksamkeit, zunächst auf der Seite WebLog und dann auf der Seite Blawg. Als ich anfing, mit OPML zu experimentieren, kam mir Kollege Rainer Langenhan zuvor und gründete die germanblawgs.opml - die er zunächst im Handakte WebLAWG pflegte und schließlich mit Unterstützung seiner Frau Melanie Langenhan auf germanblawgs.de auslagerte. Ich selbst durfte bei dem Projekt mitwirken und so versuchten wir in diesem Rahmen die Idee umzusetzen, die Entwicklung der deutschsprachigen juristischen Blogosphäre zu dokumentieren. Es stellte sich aber schnell heraus, dass ich den Aufwand, zu jedem neuen Weblog einen Blog-Beitrag zu verfassen, auf Dauer nicht treiben kann. Und auch wenn Melanie Erstaunliches auf germanblawgs.de gezaubert hat, ist das zugrundeliegende Wordpress doch in erster Linie ein Weblog mit begrenzten technischen Möglichkeiten. Im Rahmen meiner Arbeit beim Beck-Verlag entdeckte ich Drupal und habe mich inzwischen sehr intensiv damit beschäftigt. Mit Drupal habe ich jetzt das Werkzeug, um eine Online-Datenbank nach meinen Vorstellungen umzusetzen. Auf fjip.de ist der Wiki-Gedanke erhalten geblieben, d. h. jeder kann neue Projekte in die Datenbank aufnehmen oder die Angaben bestehender Projekte ändern oder ergänzen und alle alten Versionen bleiben erhalten. Außerdem können Kommentare zu Projekten verfasst werden. Wem das also zu viel Umstand ist, die Inhalte selbst zu pflegen, der kann diesen Weg wählen. Der große Mehrwert gegenüber den bisherigen Ansätzen liegt in der Möglichkeit, die Projekte komfortabel nach verschiedenen Kriterien zu filtern. So erhält man erstmalig einen wirklichen Überblick über die freien juristischen Internetprojekte. Wobei die Sammlung im Moment natürlich noch nicht vollständig ist, aber immerhin konnte ich die von mir ne…
» Vollständiger ArtikelErschienen 28. Mai 2009 auf http://lawgical.jura.uni-sb.de/.
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