Schily droht Ordnungsgeld
Andere Ansicht | 20. Februar 2008 — Ein Ordnungsgeld von bis zu 40.000 EUR droht dem ehemaligen Innen- und damit auch Verfassungsminister Otto Schily (SPD). Wie die F…
Dem ehemaligen Innen- und Verfassungsminister Otto Schily drohen bis zu 44.000 Euro Strafe, sollte er weiter über seine Nebeneinkünfte als Anwalt schweigen.
Genau das aber hält er für seine oberste Pflicht.
Rechtsanwalt, Berlin. Mehr steht da nicht über die anwaltlichen Tätigkeiten des Abgeordneten Otto Schily (SPD) unter den veröffentlichungspflichtigen Angaben auf www.bundestag.de. Nach Recht und Gesetz müsste da mehr stehen. Zumindest ein Mandat müsste aufgeführt sein, das der Spiegel im vergangenen Sommer publik gemacht hat.
Schily, unter Rot-Grün Bundesinnen- und -verfassungsminister, soll demnach im Jahr 2007 gegen ein nicht unerhebliches Entgeld von 140.000 Euro den schmiergeldbeschmutzten Siemens-Konzern beraten haben. An diesem Mittwoch wird deswegen der Ältestenrat des Bundestags voraussichtlich ein Ordnungsgeld gegen Schily verhängen. Das könnte sich auf 44.000 Euro belaufen, die Hälfte von Schilys jährlichen Diäten als Abgeordneter.
Selbst wenn die Strafe weniger heftig ausfällt: Schily will dagegen klagen. Das hat er schon vor Wochen angekündigt. Ihm geht es nicht ums Geld. Ihm geht es ums Prinzip. (…)
Quelle: Süddeutsche vom 22.04.2008
Erschienen 23. April 2008 auf http://log.handakte.de/.
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