2 BvR 2122/09 vom 27.07.2010
BVerfG | 27. Juli 2010 — Der Beschwerdeführer bezog für seinen Sohn, der sich in den Jahren 2002 bis 2006 in Berufsausbildung befand, Kindergeld. Die Famil…
So kann es gehen: Zuerst brüsk abgebügelt bei dem Finanzgericht Hamburg, dann schlank ins Revisionsverfahren bei dem Bundesfinanzhof gerutscht.
Das ursprüngliche Verfahren betraf die Frage, ob die Mandantin Kindergeld, das sie im Jahr 2007 bezogen hatte, zurückzahlen muss. Der volljährige Sohn erzielte eigene Einkünfte, die über dem Grenzbetrag von 7.680 Euro im Jahr 2007 lagen. Diesen Umstand, nämlich das der Sohn Einkünfte über den Grenzbetrag hinaus erzielte, hatte die Mandantin der Familienkasse durchaus und sehr deutlich Anfang 2007 mitgeteilt. Dennoch wurde Kindergeld gewährt. Erst nach Abschluss des Ausbildungsverhältnisses im Jahr 2008 fiel es der Familienkasse ein, das eigentlich unberechtigte Kindergeld zurück zu fordern.
Hier gegen wandte sich die Mandantin mit einer Klage vor dem Finanzgericht Hamburg. In einem bemerkenswerten Erörterungstermin (quasi ein Vortermin zur mündlichen Senatsverhandlung) bei dem Finanzgericht Hamburg, äußerte sich die Berichterstatterin des Senats dahingehend, dass es mehr oder weniger eine Frechheit sei, ein derartiges Klageverfahren anzustrengen, dass die Klage selbstverständlich abgewiesen werde, die Mandantin sollte sich doch sehr genau überlegen ob sie es auf ein Urteil ankommen lassen wolle, wenn dieses mit der gebotenen Deutlichkeit ausfalle, würde sich sicherlich die Rechtsschutzversicherung überlegen, ob nicht die Deckungszusage zurückzuziehen sei.
Letzteres ist selbstverständlich Unsinn, gleichwohl erging das Urteil mit der von der Berichterstatterin angedeuteten gebotenen Deutlichkeit. Mit anderen Worten: Verloren mit Pauken und Trompeten. Selbstverständlich wurde auch die Revision nicht zugelassen.
Dieses Ergebnis konnten weder die Mandantin noch der Anwalt so stehen lassen, insbesondere nicht nach den Eindrücken des Erörterungstermins.
Interessan…
» Vollständiger ArtikelErschienen 5. Februar 2010 auf http://mkb-rechtsanwaelte.de/blog/wordpress.
BVerfG | 27. Juli 2010 — Der Beschwerdeführer bezog für seinen Sohn, der sich in den Jahren 2002 bis 2006 in Berufsausbildung befand, Kindergeld. Die Famil…
Schlosser Aktuell | 25. Juli 2011 — Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat entschieden, dass bei einem strafrechtlich verurteilten Kind für die Zeit seiner Unte…
STEUERRECHT | 16. Juni 2010 — BFH-Urteil vom 20.05.2010 – III R 4/10 Pressemitteilung Nr. 53 des Bundesfinanzhofs (BFH): Nach dem Urteil des Bundesfina…
Blickpunkt Recht & Steuern | 20. März 2006 — Das Finanzgericht Köln hat in zwei Urteilen entschieden, dass Eltern für „arbeitsuchende“ Kinder zwischen 18 und 21 Jahren kein…
rechtsanwalt.com | 16. Dezember 2011 — Der Bundesfinanzhof entschied in einem Urteil vom 22. September 2011, dass die zu entrichtenden Semestergebühren keine Mischkos…
JuracityBlog | 18. Oktober 2007 — das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16.08.2007 - 1 K 2123/06) auf die Klage des Vat…
Steuerpraxis | 23. September 2008 — Ralph Jahn hat langjährige Erfahrungen als Seminarleiter im Bereich des steuerlichen Kindergelds für Führungskräfte der Famil…
STEUERRECHT | 15. Juli 2009 — FG Münster Urteil vom 04.06.2009 – 3 K 840/08 Kg Presseerklärung des Gerichts: “Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen…
Blickpunkt Recht & Steuern | 18. Juli 2006 — Ist ein behindertes volljähriges Kind auf Kosten des Sozialhilfeträgers vollstationär in einer Pflegeeinrichtung untergebracht …
STEUERRECHT | 10. Februar 2010 — FG Rheinland-Pfalz Urteil vom 21.01.2010 – 4 K 1507/09 Presseerklärung des Gerichts: “Mit Urteil vom 21. Januar 2010 zum Ki…