Wo war Gundula?
medien-gerecht | 23. Juli 2009 — Diese Frage dürften bzw. könnten sich gestern Zuschauer des heutejournals gefragt haben, denn die Co-Moderatorin Gundula Gause,…
Das neue Nachrichtenstudio des ZDF ist groß und mit modernster Technik ausgestattet, wie das ZDF seit Tagen unablässig betont. Das sollte man bei einem so teuren Neubau eigentlich auch erwarten. Die Nachrichten gehören zur Kernkompetenz des öffentlich-rechtlichen Senders und so ist es auch folgerichtig, dass der Sender dort besonders investiert. Mit den (computer-)technischen Möglichkeiten sollen komplexe Nachrichten durch Modelle und Animationen besser veranschaulicht werden und durch eine förmlichere Kleiderordnung der Eindruck der Professionalität gesteigert werden. Gute Idee, richtiges Studio. Nur nach der erste heute Sendung und dem ersten heutejournal muss man wohl leider sagen: falsche Umsetzung.
Allgemein etwas gewöhnungsbedürftig dürfte neben der Größe insbesondere das gewählte Farbschema und die “Opener” von heute und heutejournal sein. Die bisherigen Farben waren kräftig und in Verbindung mit dem Holzdekor machte das Studio einen warmen und angenehmen Eindruck. Nun herrschen die Farben Mausgrau, Arktisblau und eine aggressivere Form des Taxigelb. Das deutlich kühlere Design mag mehr Objektivität repräsentieren, aber mit dem Hauch “2.0″ Elemente (Schattenwürfe, Verläufe und Animationen) könnte es sich schnell als störend und verbraucht herausstellen. Die Opener werden ebenfalls von grau und Animationen beherrscht. Das alte einprägsame Jingle von heute und heutejournal wurde durch nichtssagendes Gedudel ersetzt. Was bisweilen als markantes Erkennungsmerkmal für die “Marken” heute und heutejournal galt, ist einem Ausdruck von Ideenlosigkeit und Beliebigkeit gewichen.
Vom Wiedererkennungsfaktor hat das ZDF die Uhren daher also auf Null gedreht. Erst in einigen Tagen/Wochen wird sich zeigen, ob der (ungewollte?) Schritt gelingt oder Nachbesserung verlangt (was bei einem virtuellen Studio deutlich einfacher sein dürfte). Aber die neuen Nachrichten können nicht nur auf Äußeres beschränkt werden. Auch kommen neue Techniken und Methoden zum Einsatz. Ebenfalls mit unterschiedlicher Wirkung.
In der heute Sendung zeigte Steffen Seibert wie man die neuen virtuellen “Erklärräume” nutzen kann. Auf voller Größe wurde eine Animation des AKW Krümmel gezeigt:
Die Animation verdeutlichte sehr gut, wo die Probleme genau lagen: in unterschiedlichen Transformatoren außerhalb des Reaktorgebäudes. Die Animation sprach jedoch eigentlich für sich. Wahrscheinlich auch ein Grund warum Steffen Seibert locker lässig neben der Animation stand, seinen Text aufsagte und ab und auf die markierten Gebäude zeigte. Mit anderen Worten: Seibert war im Bild überflüssig.
Auch das Wetter präsentiert sich aus dem neuen Studio in neuem Design. Zwei Dinge waren dabei zu bemerken. Gunther Tiersch, der es gewohnt ist vor einer grünen Wand zu stehen, agierte völlig normal (hier können sich die Moderatoren in ihren Erklärräumen noch einiges abschauen), so dass die Neuheit kaum a…
» Vollständiger ArtikelErschienen 18. Juli 2009 auf http://www.medien-gerecht.de.
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privates dings von felix schwenzel | ix hätte noch tape übrig....