Das Einwirken auf den lieben Mandanten.

Mietrechtsstreit. Die Parteien sind auch noch Nachbarn. Der Mandant versichert mir, vom benachbart wohnenden Vermieter terrorisiert zu werden (das übliche Muster, um einen Mieter “kalt” rauszuklagen: Beleidigungen, “Besuche” an der Haustür, plötzliches Verschwinden von Gartenutensilien, eine an das Schlafzimmerfenster gestellte Leiter zum Reingucken und ähnlich nette Dinge).

Ich schreibe der Kollegin, die den Vermieter vertritt, einen Brief, in dem ich sie bitte, doch auf ihren Mandanten einzuwirken, dass damit Schluss ist. Ohne Erfolg, der Psychoterror geht weiter. In meinem nächsten Schreiben stelle ich fest, dass sie offenbar nicht in der Lage ist, auf ihren Mandanten einzuwirken.

Nun erhalte ich von ihr ein persönlich/vertrauliches Schreiben, in dem sie mich auffordert, zukünftig derartige persönliche Verumglimpfungen ihre Person betreffend zu unterlassen.

Hm. Ich bleibe fassungslos zurück. Auch ich habe Mandanten, auf die ich erfolglos einzuwirken versuche. Es gibt Mandanten, bei denen man es einfach vergessen kann: ich warne vor Wiederholungen (etwa bei jugendlichen Straftätern, sich streitenden Nachbarn usw) – aber kaum haben sie die Kanzlei verlassen geht es unverändert weiter. Das mag auc…

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Themen: Rache , Berufliches

Erschienen 8. Februar 2012 auf http://der-rechthaber.de.

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