Da hab ich mir in den Schritt gefasst, und alles war nass

Der Sachverhalt hatte es in sich, jedenfalls, soweit er einer Klärung zugeführt werden sollte. Es ging u.a. um die weltbewegende Frage, ob denn nun der Angeklagte, was er vehement bestritt, dazu beigetragen hatte, dass die Zeugin plötzlich beim Fassen in ihren Schritt spürte, dass "alles nass war". So richtig erklären konnte die Zeugin auch nicht, wie es dazu gekommen sein soll, letztlich, so meinte sie, müsse man auch Verständnis dafür haben, dass sie sich nicht so ganz genau erinnere, weil sie ja auch ganz schön betrunken gewesen sei. Sie vermute aber, dass ihr der Angeklagte, als er sie verbal "durchbeleidigt habe wie eine Hafennutte", ein Glas Bier über die Hose, na ja, genau in den Schritt gegossen habe. Auf die Frage, ob es denn ganz, ganz vielleicht auch sein könne, dass sie möglicherweise vergessen hat, mal auf die Toilette zu gehen und es sich deshalb um ganz etwas anderes als über die Hose geschüttetes Bier gehandelt haben könnte, meinet sie etwas gereizt: Gut, dann habe ich mich halt eingepisst, na und! Zunächst hatten es Staatsanwältin und Richterin für ausgesprochen befremdlich erachtet, dass ich dieses Detail genauer hinterfragt habe, zum Schluss gab es einen Freispruch, weil genau mit diesem Punkt die Ges…

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Themen: Job

Erschienen 7. Juli 2010 auf http://strafprozess.blogspot.com.

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