Copyrightverletzer werden in Neuseeland (vorerst) nun doch nicht vom Internet getrennt
Vor knapp 2 Monaten habe ich beschrieben wie die Neuseeländer gegen ein kämpften, das Personen, welche online wiederholt gegen Urheberrechte verstoßen haben, vom Netz nehmen
wollte.
Die von der Creative Freedom Foundation auf Seiten der Künstler und User angeführte Bewegung hat mit Off- und Onlineprotesten heftig
gegen das Gesetz gekämpft und der Regierung die Meinung der Bevölkerung unmissverständlich klar gemacht.
Auf Seiten der Industrie haben sich die Internetprovider geweigert ein System einzuführen, bei dem Sie das Internet lediglich
aufgrund von Behauptungen der Copyrightinhaber abschalten sollten. Sie bestanden darauf, dass die User einer solchen Behauptung
widersprechen dürfen. Und dann hätte der Copyrightinhaber vor Gericht ziehen müssen, um seine Behauptung zu beweisen. Klar, dass der
Copyrightindustrie dieses [zynismus] unpraktisch rechtsstaatliche [/zynismus] System missfiel, und sie sich nicht mit den Providern
auf eine Linie einigen konnten.
Die Regierung hat zuerst das Gesetz unmittelbar vorm Inkrafttreten um einen Monat verschoben, damit die Provider und die
Copyrightinhaber sich einigen. Nachdem die Fronten sich kein bisschen verschoben haben, zog der Premierminister das Gesetz komplett zurück.
Ganz vorm Tisch ist die Sache jedoch nicht. Das Gesetz soll lediglich umgeschrieben werden. Nun ist jeder gespannt wie. Zumindest
sollen die Wünsche der Nutzer und der Provider lt Wirtschaftsminister im neuen Gesetz berücksichtigt werden:
“I am confident that amendments to section 92A, …
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