Compliance-Management kann und sollte sich jeder Versorger leisten

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Einige Führungskräfte glauben immer noch, ein adäquates Compliance-Management-System sei überflüssige Bürokratie. Erfreulicherweise erkennen jedoch in jüngster Zeit immer mehr, dass das Gegenteil richtig ist: Compliance-Management ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Unternehmensorganisation und Unternehmensführung.

Trotzdem trennen sich immer noch einige Verantwortliche nur schwer von der Vorstellung, die organisatorische Vorsorge gegen Rechtsverletzungen im Unternehmen – nichts anderes ist ein Compliance-Management-System – verursache unnötige Kosten, die man sich im Wettbewerb besser ersparen sollte. Sie verzichten daher am liebsten gleich auf jede Art von Compliance-Management. Oder sie lassen sich einige wenige Richtlinien – etwa zur Annahme und Gewährung von Zuwendungen oder zum Sponsoring – entwerfen und beauftragen vielleicht noch eine Compliance-Schulung für die Schulungskräfte, um zu zeigen, dass sie sich der Thematik angenommen haben.

Diese punktuelle Vorsorge erfüllt allerdings nicht die Anforderungen an eine permanent compliancefeste Unternehmensorganisation. Compliance-Schulungen müssen regelmäßig wiederholt werden, um das notwendige Wissen aufzufrischen und neuen Mitarbeitern die erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Unternehmensinterne Richtlinien dürfen nicht nur in den Akten oder auf der Intranetseite schlummern, sondern müssen ständig gelebt werden. Ihre Einhaltung und Umsetzung muss kontrolliert und durchgesetzt werden.

Ein effizientes und effektives Compliance-Management verlangt daher eine feste Verankerung in der Aufbau- und Ablauforganisation eines jeden Unternehmens. Neben den „artverwandten“ Risikobegrenzungsfunktionen wie Interne Revision, Risikomanagement, Risikocontrolling und Recht sollte auch das Compliance-Management systematisch im Unternehmen verankert sein. Dies ist am ehesten durch ein adäquates, auf das jeweilige Unternehmensgeschäft sowie der aktuellen Unternehmensgröße angepasstes Compliance-Management-System zu erreichen.

Ein solches System einzurichten und zu praktizieren, kann sich jedes Unternehmen zu verhältnismäßigen Kosten – zum Beispiel im Rahmen einer günstigen „Paketlösung“ – leisten.

Nach einer in der Regel überschaubaren Prüfung, ob und welche Elemente eines professionellen Compliance-Management-Systems bereits im Unternehmen vorhanden sind, sieht man schnell, welche weiteren Elemente ergänzt werden sollten, so dass Kosten und Nutzen in optimalem Verhältnis zueinander stehen.

Bei Versorgungsunternehmen bis etwa 100 Mitarbeitern, die sich auf den Vertrieb von Strom und Gas konzentrieren, sollte ein Compliance-Management-System insbesondere folgende Aspekte umfassen:

Verankerung der obersten Verantwortlichkeit für Compliance bei einem (möglichst nicht operativ verantwortlichen)… » Vollständiger Artikel
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Erschienen 15. Dezember 2011 auf http://www.derenergieblog.de.

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