“Waterboarding”
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Leidenschaftslos wie selten habe George Bush seinen Geheimdienstchef hinauskomplimentiert, meint focus-online in einem Beitrag zum Rücktitt von CIA-Direktor Porter Goss. Wenn man seine Kommentare würdige, entspreche das allenfalls der Note "ausreichend minus", meint das Nachrichtenmagazin. Zwar hätten weder Goss noch Bush einen Grund für den überraschenden Rücktritt genannt, Bushs Worten und Mienenspiel sei jedoch anzusehen gewesen, dass dieser seinem Oberspion keine Träne nachweine. Ohnehin sei dieser in den letzten Monaten de facto zunehmend entmachtet worden. So sei der tägliche Geheimdienstreport dem Präsidenten zuletzt nicht mehr von Goss, sondern vom Nationalen Geheimdienstdirektor Negroponte vorgetragen worden, der immer mehr Kompetenzen an sich gezogen habe. Goss, der sein Amt erst vor eineinhalb Jahren übernommen hatte, werde für zahlreiche interne Personalquerelen, die zum Rücktritt mehrerer hochrangiger Mitarbeiter geführt haben, sowie für den schlechten Ruf der CIA verantwortlich gemacht, der allerdings größtenteils auf Vorgänge vor seiner Amtszeit zurückzuführen ist. Angefangen von den falschen Beweisen für Iraks angebliche Massenvernichtungswaffen bis hin zu geheimen Gefangenentransporten in Black Sites oder CIA-Foltergefängnisse rund um den Globus. Auch die Tatsache, dass bisher weder Osama Bin Laden noch der im Irak wütende Terrorist al Sarkawi dingfest gemacht werden konnten, wird der CIA mit angelastet. John Rockefeller, führender Demokrat im Geheimdienstausschuss des US-Senats, scheint den Rücktritt auch nicht zu bedauern: Seine wichtigste Aufgabe war es, die CIA zu reformieren und mit Weitsicht und Vision zu führen. Stattdessen hat er einen wahren Exodus von begabten und respektierten Geheimdienstoffizieren ausgelöst und eine demoralisierte Belegschaft hinterlassen, wird er zitiert. Am Montag will Bush den 61-jährigen Luftwaffengeneral Michael Hayden als Nachfolger für Porter Goss nominieren. Hayden ist bereits Stellvertreter von Negroponte. Er soll dann wirklich der beste Mann für die CIA-Spitze sein. Das hatte Bush bei dessen Amtseinführungauch von Goss behauptet. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
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