BVG: Nutzungsentgeld für Streckennetz

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), eine Anstalt öffentlichen Rechts, verlangt seit kurzem eine Lizenz für die Nutzung ihres Streckennetzes. Für die Nutzung des komplette Streckennetzes in Papierform mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren verlangt die BVG nunmehr € 300,00 im Jahr.

Zu Recht?

Man könnte der BVG mit § 5 Urheberrechtsgesetz entgegentreten. Schließlich hat der Bundesgerichtshof (BGH) zuletzt mit Urteil vom 06.05.1999 – I ZR 199/96 – “Tele-Info-CD” klargestellt, dass es höchst umstritten war, ob Fernsprechbücher als amtliche Werke iSv. § 5 UrhG gelten. Für Eisenbahn- und U-Bahnstreckennetze dürfte nichts anderes gelten.

Das Argument, dass die Deutsche Bahn und Telekom längst privatisiert sind, gilt für die BVG nicht.

Wir sind gespannt, wie sich diese Sachverhalte entwickeln und wie ggf. ein Berliner Gericht entscheiden wird.

Schlagworte: AG, Bücher, Bürgerrechte, Berlin, BGH, Gericht, Links & Tipps, PR, Recht, Urheber, Urheberrecht, UrhG, Urteil, Urteile, VG Verwandte Artikel BGH, Urteil v. 06.05.1999 – I ZR 199/96 – “Tele-Info-CD” (1) OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom… » Vollständiger Artikel
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Themen: Berlin , Urteil , Urteile , Bürgerrechte , Bgh , Bundesgerichtshof , Urheber , Bücher , Urhg , Eisenbahn , Deutsche Bahn , Bvg
Rechtsgebiet: Urheberrecht

Erschienen 30. November 2009 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

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