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BVerwG zu Beamtenhaftung, Übergangsregelungen der Verjährung und öffentlichrechtlichem Erstattungsanspruch

am 22.09.2006 von http://blog.juracity.de

Das BVerwG hat sich in seinem Urteil vom 15. 6. 2006 - 2 C 10. 05 - mit Fragen der Anspruchskonkurrenz von beamtenrechtlichen Schadenersatzansprüchen und dem öffentlich-rechtlichen Ersstattungsanspruch befaßt. Hierneben spielte vor allem die Frage der Verjährung etwaiger Ansprüche gegen den in Anspruch genommenen Beamten vor dem Hintergrund der Modernisierung des Schuldrechts im im Jahr 2002 ein Rolle.
Der Beklagten oblag es während ihrer Zeit als frühere Beamtin erhobene Verwarnungsgelder zu empfangen, diese zu verbuchen, provisorisch zu verwahren und schlißelich abzuführen. Im Rahmen einer Überprüfung wurde festgestellt, daß sie mehrer tausend Euro veruntreut hatte. Erst fünf Jahre später klagte der Dienstherr auf Zahlung in Höhe der unterschlagenen Beträge. Mit Sprungrevision wehrte sich die Beklagte gegen die Verurteilung zur Zahlung.
Das BVerwG hat nun die erstinstanzliche Entscheidung bestätigt. Das oberste Verwaltungsgericht wies zunächst darauf hin, daß nach beamtenrechtlichen Vorschriften ein Schadenersatzanspruch dem Grunde nach nicht auf § 82 Abs. 1 des Thüringer Beamtengesetzes gestützt werden konnte, gleichwohl aber auf § 78 Abs. 1 BBG i. V. m. Anlage I Kap. XIX Sachgebiet A Abschn. III Nr. 2 Buchst. a Satz 2 zum Einigungsvertrag. Indes bestätigte es jedoch die Auffassung der Vorinstanz, daß ein solcher beamtenrechtlicher Schadenersatzanspruch nach § 78 Abs. 2 Satz 1 BBG i. V. m. der genannten Vorschrift des Einigungsvertrags und erst ab einem späteren Zeitpunkt nach § 82 Abs. 2 Satz 1 ThürBG verjährt war, weil der Dienstherr mehr als drei Jahre nach Kenntniserlangung von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Klage erhoben hatte.
Das BVerwG hat dem klagenden Land …

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