Bußgeld für muslimische Eltern - Sohn muss am Schwimmunterricht teilnehmen
am 03.02.2006 von strafblog
Die strenggläubigen Eltern eines muslimischen Schülers haben gestern vor dem Düsseldorfer Amtsgericht den Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid zurückgenommen, den die Bezirksregierung gegen sie verhängt hatte, weil sie ihren Sohn nicht gemeinsam mit Mädchen am Schwimmunterricht teilnehmen lassen wollten. Das Amtsgericht hatte laut SPIEGEL-online zuvor erkennen lassen, dass es die Auffassung der Bezirksregierung teile.
Die Eltern hatten bereits erfolglos beim Verwaltungsgericht Düsseldorf auf Befreiung ihres Sohnes vom Schwimmunterricht geklagt und dabei die Auffassung vertreten, es sei mit dem Koran und islamischen Werten nicht vereinbar, dass dieser Mädchen im Badeanzug und Bikini sehen und diese möglicherweise auch berühren könne. Immerhin hatte das Verwaltungsgericht konzediert, dass der religiöse Gewissenskonflikt ja dadurch abgemildert werden könne, dass der Junge selbst im Schwimmunterricht eine knielange Badehose trage.
Mein Vorschlag: Vielleicht auch noch eine Augenklappe und Handschuhe?
Autor: RA Rainer Pohlen
Kanzlei POHLEN + MEISTER
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