Zeitung: Bundeswehr findet kaum Freiwillige
Reuters | 1. März 2011 — Berlin (Reuters) - Der Bundeswehr drohen nach Aussetzung der Wehrpflicht erhebliche Personallücken: Das Verteidigungsminister…
Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr hält den genauen Termin für den Beginn der europaweiten Ausschreibung zur Privatisierung eines Teils ihrer Basis-Logistik noch offen.
"Das Vergabeverfahren soll noch im Jahr 2008 beginnen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Einen Bericht des "Handelsblatt", nach dem die Ausschreibung im Sommer beginnen solle, bestätigte er nicht. Vor wenigen Monaten hieß es aber bei der Bundeswehr und ihrer Beratungsgesellschaft g.e.e.b, das Vergabeverfahren solle zur Jahresmitte beginnen. Der Vertrag mit zehnjähriger Laufzeit könne Mitte nächsten Jahres stehen.
Ob der Großauftrag jedoch überhaupt an Privatfirmen vergeben wird, hängt einem Ministeriumssprecher zufolge davon ab, ob deren Angebot billiger ist als eine bundeswehrinterne Lösung.
Das in Frage stehende Auftragspaket für eine Vielzahl von logistischen Leistungen ist für private Dienstleister wegen seiner mutmaßlichen Größenordnung interessant. Das Verteidigungsministerium selbst wollte keine Zahlen nennen. Das "Handelsblatt" berichtete von einem Auftragswert von über 800 Millionen Euro. In früheren Medien-Berichten war sogar ein Milliardenvolumen angenommen worden. Als Interessenten waren wiederholt die Post-Tochter DHL, die Bahn mit ihrer Spedition Schenker und EADS genannt worden.
Die Ausschreibungspläne umfassen nach Angaben des Verteidigungsministeriums das Leistungspaket "Lagerhaltung und Distribution". Es geht um die Lagerung und die Bewirtschaftung von Materialien, jedoch nicht von Munition, Sanitätsmaterial und Betriebsstoffen. Darüber hinaus soll der Transport inklusive Munition und Sanitätsgütern im Inland und weltweit von dem privaten Auftragnehmer gesteuert und organisiert werden. Nicht zum Auftragsumfang zählen Personentransporte. Zudem muss sich der Auftragnehmer verpflichten, die bislang mit diesen Tätigkeiten befassten zivilen Bundeswehr-Mitarbeiter zu den geltenden Bedingungen weiterzubeschäftigen. Der Bund bleibt aber Dienstherr. Betroffen sind Berichten zufolge rund 2000 Personen.
Vor einer Vergabe des Riesenauftrages muss das Geschäft den Haushaltsausschuss des Bundestages passieren. "Entscheidungen im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft werden erst nach erfolgter Ausschreibung und Auswertung der Angebote getroffen", stellte ein Sprecher des Ministeriums klar. Den Startschuss für das Vorhaben hatte im März Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung gegeben. Ziel der Privatisierung ist es, mehr Effizienz zu erzielen und Millionensummen zu sparen.
Erschienen 24. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 1. März 2011 — Berlin (Reuters) - Der Bundeswehr drohen nach Aussetzung der Wehrpflicht erhebliche Personallücken: Das Verteidigungsminister…
Reuters | 23. April 2010 — Berlin (Reuters) - Die Kompletterneuerung der Bundeswehr-IT unter dem "Herkules"-Projekt wird nach Einschätzung des Bundesrechn…
Reuters | 6. September 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr hat der Familie der vor zwei Wochen im afghanischen Kundus getöteten Zivilisten nach Informat…
Reuters | 9. September 2008 — Berlin (Reuters) - Die schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr ist im Norden Afghanistans erstmals Ziel von Anschlägen geworden.…
Reuters | 18. November 2010 — Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr soll Außenminister Guido Westerwelle zufolge ab 2012 mit dem Abzug aus Afghanistan beginnen. …
Reuters | 30. Juli 2008 — Berlin (Reuters) - Im nordafghanischen Kundus ist die Bundeswehr am Dienstag gleich mehrfach angegriffen worden. Zunächst sei…
Reuters | 3. September 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr hat der Familie der vergangene Woche in Afghanistan erschossenen Frau eine Entschädigung geza…
Reuters | 2. Mai 2009 — Berlin (Reuters) - In Berlin soll ein Ehrenmal für im Dienst umgekommene Bundespolizisten, BKA-Beamte und Mitarbeiter des Techn…
Reuters | 20. August 2009 — Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr soll nach der Präsidentenwahl in Afghanistan in unverminderter Stärke am Hindukusch bleiben. …
Reuters | 13. August 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr soll sich nach dem Willen der Regierung ein weiteres Jahr am UN-Friedenseinsatz im Sudan bete…