Bundesverfassungsgericht nimmt Klage gegen Privatkopien nicht zur Entscheidung an

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden (Az.: 1 BvR 3479/08), dass die Verfassungsbeschwerde der Musikindustrie gegen die in § 53 Urheberrechtsgesetz (UrhG) erlaubte Privatkopie von urheberrechtlich geschützten Werken (CD´s etc.) nicht zur Entscheidung angenommen wird, da sie unzulässig ist.

Die Verfassungsbeschwerde wurde nicht fristgemäß erhoben. Diese richtete sich gegen die seit dem 01.01.2008 geltende Fassung des UrhG.

Eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz ist nur binnen Jahresfrist nach dessen Inkraft-Treten zulässig. Zwar sind zum 01.01.2008 einige Änderungen im UrhG wirksam geworden. Der angegriffene § 53 UrhG ist allerdings bereits seit dem Jahr 2003 unverändert in Kraft. Damit hat die Musikindustrie die gesetzliche Frist für die Verfassungsbeschwerde ungenutzt verstreichen lassen.

Aufgrund der Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht offen gelassen, ob die sich (nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes) immer stärker verbreitenden Privatkopien in die Eigentumsre…

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Themen: Bundesverfassungsgericht , Rat , Aktuelle Urteile Und Entscheidungen

Erschienen 29. Oktober 2009 auf http://kanzlei-trebs.de/blog-ra-trebs-de.

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