Bundesverfassungsgericht kassiert allgemeine Honorargrenze bei Strafverteidigerhonoraren

In der umstrittenen Entscheidung vom 21.5.2005 hatte der BGH für Vergütungsvereinbarungen von Strafverteidigern de facto eine grundsätzliche Honorargrenze mit dem fünffachen der gesetzlichen Höchstgebühren gezogen. Bei einem darüber hinausgehenden Honorar musste vom Rechtsanwalt nach dem BGH dargelegt werden, dass ganz ungewöhnliche, geradezu extreme einzelfallbezogene Umstände vorliegen, die es möglich erscheinen lassen, die Vergütung bei Abwägung aller in § 3a Abs. 2 S. 1 RVG maßgeblichen Umstände nicht als unangemessen hoch anzusehen. Das Bundesverfassungsgericht hat nunmehr im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde am 15.06.2009 - 1 BvR 1142/07 entschieden, dass auf die vorgenannte Entscheidung des BGH gestützte Entscheidungen von Instanzgerichten eine unverhältnismäßige Beschränkung der Berufsfreiheit des betroffenen Rechtsanwalts darstellen; insbesondere kritisierte das Bundesverfassungsgericht die hohe Hürde, die der BGH zur Widerlegung der Vermutung der Unangemessenheit - "ganz ungewöhnliche, geradezu extreme e…

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Themen: Bundesverfassungsgericht , Rvg , 3A , Vergütungs- Und Kostenrecht , Honorarvereinbarung , Berufsfreiheit , Zeithonorar , Mäßigungsgebot

Erschienen 23. Juli 2009 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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