Bundestrojaner geplant?
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Vor knapp 2 Wochen entdeckte der Chaos Club (CCC)
einen von staatlichen Behörden mutmaßlich eingesetzten Trojaner, der dem Ausspähen von Informationen und persönlichen Daten vom
heimischen Computer des Beschuldigten dienen soll.
Wie der CCC hierbei feststellte, sei diese programmierte „Virus“ einerseits technisch veraltet und schnell von aktuellen
Antivirus-Programmen auffindbar, anderseits jedoch viel zu umfangreich und mit versteckten Funktionen ausgestattet, die dem Betreiber
auch das Verwenden von der möglichen Webcam des PC-Besitzers sowie eine Fernsteuerung ermöglichen würde. Eine derart tiefgehende
Kontrolle und Ausspähung ginge auch nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts und der gesetzlichen Standards wohl zu weit und sei
demzufolge vermutlich verfassungswidrig.
Anschließend kam die Frage auf, welches
diesen Trojaner eingesetzt haben könnte, und es entstand eine mediale Diskussion über Sinn und Zweck solchen Einsatzes und den
Kosten.
Wie jetzt bekannt wurde, will der Bund einen solchen „Bundestrojaner“ entwickeln lassen und hierfür ein eigenes Kompetenzzentrum rund
um die Entwicklung ein Nutzung einer solchen Spionagesoftware schaffen. Gleichzeitig werden klare rechtliche Standards und Vorgaben
an diese TKÜ-Überwachung gefordert. Unter anderem müsse hierfür die StPO angepasst werden, heißt es weiter.
Derweil wurde auch die Frage aufgeworfen, ob nicht die Veröffentlichung und Bekanntmachung des Quellcodes des aufgefundenen Trojaners
durch den CCC bereits rechtswidrig und eine Strafverteilung sei, da sich seitdem so mögliche Betroffene besser wehren könnten.
( quelle: n-tv, 20.10.2011 )
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