Ahmadinedschad will wegen Dresden-Mord UN-Strafe für Deutschland
Reuters | 13. Juli 2009 — Teheran (Reuters) - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat wegen der Ermordung einer Ägypterin in einem Gerichtsaal in Dresd…
Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat den Vorwurf Irans zurückgewiesen, sie sei mitverantwortlich für den Tod einer Ägypterin durch einen mutmaßlichen Ausländerhasser in Dresden.
Dies könne sehr deutlich verneint werden, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Die Bundesregierung tue seit Jahren alles, damit solche Taten in der Bundesrepublik keinen Nährboden fänden. "Wir ächten, wir verurteilen solche Taten, wo immer sie auftreten."
Anfang des Monats war eine 31-jährige schwangere Ägypterin während einer Gerichtsverhandlung in Dresden vom Angeklagten in einem Berufungsprozess mit 18 Messerstichen getötet worden. Der Mann hatte die in Dresden lebende Frau nach Angaben der Staatsanwaltschaft als "Islamistin", "Terroristin" und "Schlampe" verunglimpft, als sie ihn auf einem Spielplatz bat, die Schaukel für ihren Sohn frei zu machen. In dem Gerichtsverfahren trat sie als Zeugin auf.
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte wegen der Bluttat einen Verurteilung Deutschlands durch die Vereinten Nationen gefordert. "Der Richter, die Jury und die deutsche Regierung sind in dieser Hinsicht alle Verbrecher, die dafür verantwortlich gemacht werden müssen", wurde er auf der Internet-Seite des staatlichen Rundfunks zitiert.
Der Tod der Frau hat in mehreren muslimischen Ländern Proteste ausgelöst, bei denen Deutschland Diskriminierung von Muslimen vorgeworfen wurde. In Teheran demonstrierten am Samstag rund 150 Jugendliche vor der deutschen Botschaft gegen die Tat. Teilnehmer warfen Eier auf den Eingang der Botschaft und riefen: "Tod für Deutschland". Am gleichen Tag kamen in Dresden Hunderte Bürger zu einer Trauerfeier zusammen.
Erschienen 13. Juli 2009 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 13. Juli 2009 — Teheran (Reuters) - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat wegen der Ermordung einer Ägypterin in einem Gerichtsaal in Dresd…
Reuters | 12. Juli 2009 — Dresden/Teheran (Reuters) - Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Dresden einer im Gerichtsaal erstochenen Ägypterin ged…
Reuters | 11. Juli 2009 — Teheran (Reuters) - Vor der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran haben am Samstag rund 150 Jugendliche gege…
Reuters | 12. Juli 2009 — Dresden (Reuters) - Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Dresden einer im Gerichtsaal ermordeten Ägypterin gedacht. D…
Reuters | 11. November 2009 — Dresden (Reuters) - Der Mörder der schwangeren Ägypterin Marwa el-Sherbini muss lebenslang in Haft. Das Landgericht Dresden v…
Reuters | 12. November 2009 — Dresden (Reuters) - Der Mörder der schwangeren Ägypterin Marwa el-Sherbini muss lebenslang in Haft. Das Landgericht Dresden v…
beck-blog | 15. Juli 2009 — Nach der brutalen Ermordung der ägyptischen Zeugin Marwa El-Sherbini im LG Dresden fordert der iranische Präsident Mahmud Ahm…
Reuters | 22. September 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hält ein Rettungspaket für in Schieflage geratene Banken nach dem Vorbild der USA in Deu…
Reuters | 25. Juli 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung sieht große Übereinstimmung mit den Positionen des Präsidentschaftskandidaten der US-Dem…
beck-blog | 11. Januar 2010 — Die Familie der im LG Dresden ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini hat gegen die Einstellung der Ermittlungen gegen einen P…