Guatemala: Staat unternimmt nichts gegen erschreckende Frauenmorde
Menschenrechte | 12. Juni 2005 — Fast 1.200 Mädchen und Frauen sind nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 2001 und 2004 in Guatemala ermordet worden. Allein im ve…
10. Jahrestag des Friedensabkommens: Berlin, 27. Dezember 2006 - Zehn Jahre Friedensabkommen und kein Frieden: Die Unterzeichung der Verträge vom 29. Dezember 1996 beendete 36 Jahre Bürgerkrieg in Guatemala. Mehr als 200.000 Menschen starben, mehr als eine Million wurden vertrieben. Doch auch heute kommt es jeden Tag zu schweren Menschenrechtsverletzungen. Seit dem Amtsantritt von Präsident Oscar Berger im Januar 2004 haben gewaltsame Räumungen von Landbesetzungen zugenommen. Dabei wird Gewalt unverhältnismäßig eingesetzt, Menschen werden misshandelt, sogar getötet. Wohnstätten werden zerstört. Die ungelöste Landfrage war eine wesentliche Ursache des Bürgerkriegs. "Die guatemaltekische Regierung missachtet die Verpflichtungen, die sie mit den Friedensverträgen eingegangen ist", sagte Jorun Poettering, Guatemala-Expertin von ai. So hatte die Regierung zugesagt, die ländliche Armut zu bekämpfen, die Landverteilung gerechter zu gestalten und die indigene Bevölkerung in den politischen Prozess einzubinden. Außerdem hatte sich die Regierung verpflichtet, die Menschenrechte von Landarbeitern und Mitgliedern ländlicher Gemeinden zu sichern. "Die Regierung verspielt die einmalige Chance, den Agrarkonflikt in Guatemala dauerhaft zu lösen", sagte Poettering. Die Geberländer, auch Deutschland, setzen ungeachtet dieses Versagens die finanzielle Unterstützung des Friedensproze…
» Vollständiger ArtikelErschienen 29. Dezember 2006 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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