BNetzA veröffentlicht Eckpunktepapier zum Thema "Smart Grid"
LEXEGESE | 2. Januar 2012 — Nach Auffassung der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist die öffentliche Diskussion zum Thema "Smart Grid" noch sehr undifferenziert. Au…
Zu Beginn des Jahres veröffentlichte die Bundesnetzagentur ein Eckpunktepapier zu den Aspekten des sich verändernden Energieversorgungssystems. Mit den in diesem Eckpunktepapier enthaltenen Leitgedanken und Thesen verfolgt sie u.a. das Ziel, der aus ihrer Sicht ausufernden Verwendung des Begriffs "Smart Grid" sprachlich Einhalt zu gebieten. Sie plädiert dafür, den Begriff "Smart Market" einzuführen, um so einer Vermischung von Netz- und Marktthemen entgegenzuwirken. Diesem "Smart Market" Bereich werden insbesondere "Smart Meter", d.h. intelligente Messsysteme zugeordnet.
In Zukunft wird die Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen immer wichtiger werden. Dies gilt umso mehr, als dass nach dem zum 6.8.2011 in Kraft getretenen Dreizehnten Änderungsgesetz zum Atomgesetz das letzte deutsche Atomkraftwerk bis spätestens zum 31.12.2022 vom Netz genommen werden soll. Dabei betrug noch im Jahr 2010 der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch ca. 23 %. Um die wetterbedingten natürlichen Schwankungen abzufedern, denen die Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne ausgesetzt ist, sollen die Stromnetze zu "intelligenten" Netzen (sog. Smart Grids) ausgebaut werden. In solchen Smart Grids werden Stromerzeuger, Verbraucher, Speicher sowie Netzbetriebsmittel vernetzt und tauschen Steuerungsinformationen aus. Durch diese Steuerungsinformationen können energieintensive Prozesse wie z.B. das Laden der Batterie eines Elektroautos in Spitzenlastzeiten abgeschaltet oder in Zeiten eines Überangebotes von Energie aus regenerativen Quellen als zusätzliche Energieverbraucher gezielt hinzugeschaltet werden. Auf diese Weise kann nicht nur die Energieproduktion der Nachfrage, sondern durch gezieltes ab- oder hinzuschalten von Energieverbrauchern in gewissem Maße auch die Nachfrage der Energieproduktion angeglichen werden (sog. Demand-Side-Management).
Die hinter diesen energiewirtschaftlichen Abläufen liegenden Prozesse werden weitestgehend IT-gestützt sein. Auf Seiten der Verbraucher werden "intelligente" Messsysteme (sog. Smart Meter) installiert. Diese "intelligenten" Messsysteme können den Energieverbrauch sekundengenau erfassen und so den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln. Mittels einer Kommunikationseinheit können sie über ein Wide Area Network z.B. Abrechnungsinformationen an Energielieferanten übermitteln, ohne dass es einer Ablesung vor Ort bedarf (sog. Fernmessen). Sie können darüber hinaus über die Kommunikationseinheit Steuerungsinformationen empfangen und so über das Heimnetzwerk gezielt Stromverbraucher zu- und abschalten (sog. Fernwirken).
Im Haushaltskundenbereich werden solche Smart Meter von der BNetzA in dem nun veröffentlichen Eckpunktepapier zwar als "Teil der Energiezukunft, nicht jedoch als ihre Grundvoraussetzung bezeichnet".
» Vollständiger Artikel
Erschienen 25. Januar 2012 auf http://blog.dlapiper.com/detechnology/.
LEXEGESE | 2. Januar 2012 — Nach Auffassung der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist die öffentliche Diskussion zum Thema "Smart Grid" noch sehr undifferenziert. Au…
For..Net | 20. Juni 2010 — Dem Stromnetz steht eine technische Revolution bevor: Weltweit werden Stromnetze zu Informations- und Kommunikationsnetzen, die…
For..Net | 22. März 2011 — Laut einem Bericht von www.stromvergleich.de stellt Dr. Thomas Mecke, Geschäftsführer der lekker Energie GmbH, Sinn und Nutze…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 14. Juni 2006 — Die Deutsche Umwelthilfe hat die Daimler-Chrysler-Tochter Smart verklagt, weil sie deren Werbung mit Rußpartikelfiltern für irre…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 29. Januar 2007 — Sie haben es schon wieder getan! Nach dem ersten Smart-Klon aus China taucht jetzt eine Kopie vom frisch präsentierten ne…
EnergienetzRecht.de | 29. März 2011 — Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat ein Eckpunktepapier zur EnWG-Novelle 2011 veröffentlicht. Die Novell…
LEXEGESE | 21. Januar 2012 — The UK House of Commons Public Accounts Committee published its report on preparations for the UK roll-out of Smart Meters. The Rt…
MarkenBlog | 3. Juni 2006 — Der Bundesgerichtshof urteilte in Rechtsstreit (I ZR 109/03) zur Verwechslungsgefahr zwischen den Marken SmartKey und KOBIL Sma…
LEXEGESE | 27. März 2012 — Zum ersten Mal haben Energiewirtschaft und Herstellerindustrie gemeinsam Potenziale zum Aufbau intelligenter Energienetze iden…
MarkenBlog | 19. April 2006 — Die Volkswagen AG hat die Wort-/Bildmarke bluemotion (Registernummer: 39943126) übernommen. Die Marke befand sich bisher im B…