Unzulässigkeit der Veröffentlichung von Fotos in der Presse
Handakte WebLAWg | 19. Juni 2007 — Die Beklagte veröffentlichte in der Illustrierten “BUNTE” zwei Fotos, die die Klägerin zusammen mit ihrem Lebensgefährten, de…
BGH, Urteil vom 19. Juni 2007 - VI ZR 12/06 - Vorinstanzen: LG Berlin, Entsch. vom 19.05.2005 - Az. 27 O 73/05; KG Berlin, Entsch. vom 20.12.2005 Az. 9 U 130/05 <B>Zur Sache</b> <br> Die Beklagte veröffentlichte in der Illustrierten "BUNTE" zwei Fotos, die die Klägerin zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem Musiker Herbert Grönemeyer, in Rom in einem Café und beim Bummeln in einer Fußgängerzone zeigen. <br><br> Auf dem Bild im Café blickt die Klägerin ihren Lebensgefährten an, während sie gerade ihre Kaffeetasse zum Mund hebt. In der Bildnebenschrift heißt es: <i>"DIE BLICKE DER LIEBE ... Grönemeyer und seine Freundin S. zeigen sich öffentlich in einem römischen Café"</i>. <br><br> Auf dem anderen Foto bummeln die Klägerin und ihr Lebensgefährte in einer Fußgängerzone. <br><br> Darunter heißt es: <br><br> <i>"Herbert Grönemeyer <br><br> <b>"Männer brauchen viel Zärtlichkeit" das gilt auch für ihn</b> <br><br> "Das Leben geht weiter", hat er im Radio gesagt, "man kann sich nicht immer rumdrücken." Jetzt hat er das Zitat in einen neuen Frühling umgesetzt: Herbert Grönemeyer, 48, Songpoet mit der Würgestimme, flaniert mit seiner Schweizer Liebe S. F., 32, durch Rom. Der Krebstod seiner Ehefrau und des Bruders 1998 hatte Grönemeyer nach London in die Isolation getrieben. Aber dann hat er sich wohl an einen eigenen Text erinnert: "Der Mensch heißt Mensch, weil er sich anlehnt und vertraut und weil er lacht, weil er lebt." Das Ergebnis ist auf diesen Seiten zu besichtigen." </i> <br><br> Die Klägerin verlangt von der Beklagten, es zu unterlassen, diese Aufnahmen erneut zu veröffentlichen. Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Das Oberlandesgericht hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen. <br><br> <b>Entscheidung des BGH: Fortführung der Rechtsprechung zum abgestuften Schutzkonzept - §§ 22, 23 KUG</b> <br> Der VI. Zivilsenat hat in Fortführung seiner Rechtsprechung zu dem aus §§ 22, 23 KUG entwickelten abgestuften Schutzkonzept bei der Abwägung zwischen der Pressefreiheit und dem Persönlichkeitsschutz des Betroffenen die Revision der Beklagten zurückgewiesen. <br><br> <b>Hier: Kein Zusammenhang mit einem zeitgeschichtlichen Ereignis oder einer Diskussion vom allg…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Juni 2007 auf http://www.medien-internet-und-recht.de.
Handakte WebLAWg | 19. Juni 2007 — Die Beklagte veröffentlichte in der Illustrierten “BUNTE” zwei Fotos, die die Klägerin zusammen mit ihrem Lebensgefährten, de…
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Dr. Graf | 3. Dezember 2010 — Rechtsnormen: §§ 22, 23 KuUrhG, Art. 2 Abs. 1 iVm Art. 1 Abs. 1 GG Mit Urteilen vom 26.10.2010 (Az. VI ZR 190/08, VI ZR 230/…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 1. September 2007 — 1. Zum abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KunstUrhG bei Bildveröffentlichungen von Prominenten. <br><br> 2. Nach …